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Liebe Leser:innen

zahlreiche Newsletter – so auch dieser – beginnen dieser Tage mit Reflexionen vom vergangenen und/oder Wünschen und Erwartungen zum neuen Jahr.

Über allem schwebt Corona, und die Botschaften wiederholen sich im prozyklischen Rhythmus wie die “Wellen” dieser Pandemie. Schon eingeübt und distanziert gestaltet sich der Alltag zwischen größerer Nähe und größerer Distanz, bis wir selbst im Freundes- und Kolleg:innenkreis von Neuinfektionen hören und dann die direkte Betroffenheit spüren. Niemand ist mehr zu hören, der oder die von einem Leben “nach” Corona ausgeht – gleichzeitig scheint es nur wenige Bilder zu geben, die das Leben mit Corona skizzieren.
Davon ausgehend, dass dieses Virus uns weiter begleiten wird, stellt sich die Frage: wie sieht das “größtmögliche Potential” in drei Jahren aus oder in neun – in Berlin, Deutschland und weltweit? Aber auch unterhalb dieses Themas waren Krisen- und Wendepunkte zu beobachten und werden wohl auch 2022 prägen – politisch und gesellschaftlich im ganz Großen wie auch in den unmittelbaren Freundschaften, Kolleg:innenkreisen, Familien. 

Auf dem oe-tag im September 2020 gab es die Beobachtung, dass unsere Zukunftsbilder eher negativ geprägt sind – Utopien als Mangelware. Vielleicht hat sich das zu sehr als bestimmender Blick im Kopf festgesetzt – jedoch bestätigt sich dieser Eindruck immer wieder: die schwierigen Momente werden betont, die Erfolge und gelingenden Erfahrungen treten in den Hintergrund. 
Wie wäre es, sich an Hermann Hesses poetische Äquidistanz im Blick auf das Geschehene zu erinnern: “Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, / An keinem wie an einer Heimat hängen”. 

Selten habe ich eine Absicht für das neue Jahr. Dieses Jahr kam mir jedoch ein Wahlspruch in den Sinn: “Looking for lightness.” – wobei mir bei lightness gefällt, dass ich wahlweise Licht, Leichtigkeit oder Leichtheit im Sinn einer heiteren Einfachheit einsetzen kann, wie es mir beliebt. Ob und wie es mir gelingt, was “dabei herauskommt” und was andere vielleicht bemerken; darauf bin ich gespannt. 

In dem Sinn freuen wir uns auch, dass mit Hannah Kalhorn und Lysan Escher zwei Kolleginnen das Team von SOCIUS bereichern und wir damit – seit den Wachstumsversuchen der eG vor 10 Jahren erstmalig – auch wieder über die Ortsgrenzen von Berlin hinaus gehen.
Ein spannendes Experiment: SOCIUS Berlin Hamburg Halle. 

Beide machen sich auch unmittelbar sichtbar: Lysan wird mit Marek Spitczok von Brinsinksi gleich das erste SOCIUS labor für einen resilienten/leichten Start ins neue Jahr am 13. Januar gestalten, Hannah ist mit Nicola Gastgeberin des SOCIUS labor im März. 

Bis dahin wird es noch einige Veränderungen geben. Leichtigkeit und Schwere, Routine und Neues, Geplantes und Ungeplantes einander begegnen. Wir sind gespannt und freuen uns auf dieses Jahr 2022 und wünschen: freudige Wiedersehen, gelingende Experimente, tragende Abschiede und vor allem gesunde und freudvolle Tage. 

Wie immer grüßen wir herzlich und freuen uns über Dialog! 

Christian Baier
Andreas Knoth, Denise Nörenberg, Hannah Kalhorn, Joana Ebbinghaus, Julia Hoffmann, Lysan Escher, Kerstin Engelhardt, Nicola Kriesel und Ralph Piotrowski

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