Healing and wholeness in organisations
Wenn wir Heilung als das Zulassen aller unserer Anteile verstehen – auch von Verletzungen, Unsicherheiten, Wut und Verzweiflung –, kann daraus etwas Kraftvolles entstehen. Diese inneren Zustände sind nicht nur Ergebnis aktueller gesellschaftlicher und globaler Krisen, sondern auch Ausdruck eines tief verankerten individuellen und kollektiven Schmerzes, den wir weiterhin in uns tragen.
Was das für Organisationen bedeutet, wird erst allmählich sichtbar. Klar ist jedoch: Innere Zustände und Trauma bleiben nicht außerhalb von Organisationsstrukturen. Und ebenso klar ist, dass es Gemeinschaft braucht, um dieses kollektive Erbe zu integrieren – und Heilung überhaupt zu ermöglichen.
Indigenes Wissen und Formate kollektiver Trauerarbeit können dabei Orientierung geben. Für uns beginnt der erste Schritt jedoch mit einem Öffnen innerhalb der Organisation: einem bewussten „Das geht uns etwas an“ und der Frage, wie Gemeinschaft unter Mitarbeitenden entstehen kann, die sich mit Heilung befasst.
Dieser Gedanke ist wagemutig – vielleicht der wagemutigste nach unseren Laboren zu „Neuem Denken“ und „Einander hören“. Gerade deshalb laden wir dazu ein, ihn gemeinsam zu bewegen. Denn wir erleben immer wieder, wie viel gestaltende Energie frei wird, wenn Schmerz, Trauer und Hilflosigkeit benannt werden dürfen.
Joanna Macy formuliert es in ihrem Ansatz der Tiefenökologie so:
„Wir müssen erst unseren Schmerz würdigen, bevor etwas grundlegend Neues möglich wird.“
Das Labor „Fast undenkbar – Heilung und Ganzheit in Organisationen“ bildet den Abschluss der Trilogie, die wir im vergangenen Herbst begonnen haben. Wir freuen uns auf eure Teilnahme.