Bald verfügbar

Bald verfügbar. Bitte später erneut vorbeischauen.

7. Mai 2026, 15:00 Uhr – 18:00 Uhr | 8. Mai 2026, 09:30 Uhr – 18:00 Uhr | 9. Mai 2026, 09:30 Uhr – 18:00 Uhr | 10. Mai 2026, 09:30 Uhr – 14:00 Uhr

Art of Hosting & Harvesting Training

Überblick

Gemeinsam gestalten – ein Training für alle, die kollektive Prozesse lebendig, verbindend und zukunftsfähig begleiten wollen 

Wie gestalten wir unser Miteinander in unsicheren Zeiten und leben Unterschiede als Quelle von Verbindung? 

Leipzig, 7.-10. Mai 2026 

Wie können wir Räume gestalten, in denen Unterschiedlichkeit nicht zur Zerreißprobe wird – sondern zur Quelle von Verbindung, Erkenntnis und gemeinsamer Gestaltung?
Wie gelingt es, inmitten komplexer Herausforderungen nicht den kleinsten gemeinsamen Nenner zu suchen, sondern der Gleichzeitigkeit vieler Perspektiven wirklich Raum zu geben?

Dieses Training ist eine Einladung, Verbundenheit und Zugehörigkeit (Belonging) nicht als Konsens zu verstehen, sondern als soziale Praxis: als Haltung, einander zu hören, ohne sofort zu urteilen. Als Fähigkeit, Spannungen auszuhalten, ohne sie zu glätten. Und als Mut, Vielfalt nicht nur zuzulassen, sondern zu leben.

Denn demokratische Resilienz entsteht dort, wo wir lernen, komplexe Fragen gemeinsam zu halten, statt vorschnell einfache Antworten zu liefern. Wo wir neue Formen des Miteinanders erproben, in denen Unterschiedlichkeit, Intersektionalität und Machtfragen sichtbar werden dürfen – ohne die Verbindung zu verlieren.

 

Für wen?

Für wen?

Für Menschen, die mit und in Teams oder Gruppen arbeiten – ob in Organisationen, Bewegungen, Unternehmen, Kommunen, Schulen oder Nachbarschaften.
Für alle, die Lust haben, neue Wege der Zusammenarbeit, Beteiligung und Führung zu erkunden – gerade dort, wo es komplex wird, widersprüchlich oder emotional. 
Für Menschen, die sich fragen, wie aus Unterschiedlichkeit Verbindung entstehen kann – und wie das gelingen kann, ohne sich selbst zu verlieren.

Das Training richtet sich unter anderem an:

  • Community-Leader:innen und Organizer:innen
  • Menschen in Projektverantwortung, Entscheidungs- oder Koordinationsrollen
  • Führungskräfte und Verantwortliche in Unternehmen, die Veränderungsprozesse gestalten
  • Akteur:innen aus NGOs, Initiativen und zivilgesellschaftlichen Organisationen
  • Sozialunternehmer:innen, Intrapreneur:innen und Corporate Innovator:innen
  • Facilitator:innen, Moderator:innen, Coaches und Berater:innen
  • Künstler:innen, Aktivist:innen und Social Designer:innen
  • Menschen, die sektorübergreifende Dialoge initiieren oder begleiten
  • Mitarbeitende in Verwaltung, Kommunen und Politik
  • Lehrende, Trainer:innen und lebenslang Lernende

 

Wann?

Termine

Donnerstag, 7. Mai bis Sonntag, 10. Mai 2026 in Leipzig

Anmeldung bis 31. März 2026

Wieviel?

Kosten

 

Uns ist wichtig, dass unsere Seminare breit zugänglich sind, und gleichzeitig ist uns wichtig, dass die Referent*innen ein angemessenes Honorar bekommen. Aktuell sind wir noch im Antragsverfahren für eine Förderung des Trainings.

Wahrscheinlich werden die Beiträge zwischen 500,00€ und 1.200€ für drei Tage rangieren. Zuzüglich Versorgungskosten. Für Unterbringung wirst du selbst sorgen müssen.

Wenn du unbedingt teilnehmen willst, aber nur einen geringeren Beitrag leisten kann, dann melde dich bitte per Mail bei uns.

Die Leistung ist nach § 4 Nr. 22 a) von der Umsatzsteuer befreit.

Trage dich jetzt schon in unsere Interessent:innenliste ein

Was erwartet dich?

In diesem Art of Hosting-Training lernst du, wie du kollektive Räume gestaltest, in denen Menschen sich beteiligen können – ganz, mit ihrer Geschichte, Perspektive und Erfahrung. Du erlebst Hosting als verantwortungsvolle, kreative Praxis: des Zuhörens, der Strukturgebung, des Verlernens und des Ermöglichens. Gemeinsam erkunden wir:

  • wie Zugehörigkeit entstehen kann – auch ohne Einigkeit
  • was es bedeutet, Widersprüche, Unterschiede und Ambivalenz nebeneinander stehen zu lassen
  • wie sich kollektive Intelligenz entfaltet, wenn wir nicht vorsortieren, sondern verweilen
  • wie du in Gruppenprozessen die Balance hältst zwischen Struktur und Offenheit
  • wie wir mit bewährten Hosting-Formaten wie Circle Practice, World Café, Open Space echte Begegnungen ermöglichen

  • wie aus punktuellen Beteiligungsprozessen gelebte demokratische Kultur wachsen kann

Christian Baier

Haltung des Hostings:
Verantwortung teilen, Präsenz kultivieren

Art of Hosting verbindet Praxis, Wissen und Erfahrung darüber, wie Veränderung in Gesellschaft, Organisationen und Unternehmen wirksam gestaltet werden kann. Es ist eine bewusste Art, in Beziehung zu gehen – mit Menschen, Themen und Situationen, für die es keine einfachen Lösungen gibt.
Hosting bedeutet, präsent zu sein, zuzuhören und Verantwortung nicht allein zu tragen, sondern zu teilen. Unterschiedlichkeit wird dabei nicht als Störung verstanden, sondern als Ressource für gemeinsames Lernen und Gestalten.
Diese Haltung bildet die Grundlage für Räume, in denen Vertrauen entstehen kann – auch dort, wo Spannungen spürbar sind.

Christian Baier

Orientierung & Lebendigkeit:
Prozesse gestalten, ohne sie zu kontrollieren

In komplexen Situationen brauchen Menschen Orientierung – und zugleich Räume, in denen etwas Neues entstehen kann. Art of Hosting verbindet beides: klare Prozessarchitekturen und lebendige, offene Räume.
Orientierung entsteht dabei nicht durch Vorgaben, sondern durch bewusste Rahmung, transparente Prozesse und geteilte Aufmerksamkeit für das, was sich zeigt.

Wir arbeiten mit der Bewegung zwischen Öffnung und Fokussierung, zwischen Divergenz und Konvergenz. So werden Gruppenprozesse möglich, in denen Unterschiedliches nebeneinander stehen darf, ohne beliebig zu werden – und in denen gemeinsame Richtung wachsen kann, ohne Vielfalt zu verlieren.

Christian Baier

Dialogische Methoden & Formate:
Begegnung ermöglichen, Beteiligung vertiefen

Art of Hosting bringt eine Vielfalt bewährter dialogischer Methoden und Formate zusammen, die Beteiligung nicht nur ermöglichen, sondern vertiefen. Sie schaffen Strukturen, in denen viele Stimmen hörbar werden – auch solche, die sonst leicht übergangen werden.
Im Mittelpunkt steht, wie Methoden Beziehung, Beteiligung und gemeinsames Gestalten in Formate wie Circle Practice, World Café oder Open Space dienen als Einladung: innezuhalten, zuzuhören, Perspektiven zu teilen und gemeinsam Bedeutung entstehen zu lassen. So wird Dialog zu mehr als Austausch – er wird zu einem Raum, in dem kollektive Intelligenz erfahrbar wird. Durch gezieltes Harvesting (“Ernten”) werden diese Einsichten verdichtet, sichtbar gemacht und für weiteres Handeln nutzbar.

Christian Baier

Erfahrungsbasiertes Lernen:
Vom Erleben zur eigenen Praxis

Das Art of Hosting-Training ist konsequent erfahrungsbasiert angelegt. Du wirst selbst hosten und gehostet werden, beobachten, reflektieren und gemeinsam auswerten, was in dir, in der Gruppe und im Prozess in Bewegung kommt. Lernen entsteht hier nicht primär durch Vermittlung, sondern durch das Zusammenspiel von Erleben, Innehalten und bewusster Reflexion.
Ein zentraler Bestandteil dabei ist das Harvesting – die bewusste „Ernte“ von Erkenntnissen, Bildern und Ergebnissen. Du lernst, wie Gespräche produktiv werden und wie sich das, was entstanden ist, so verdichten und sichtbar machen lässt, dass es Orientierung gibt und in der Praxis weiterwirken kann.
Die gemachten Erfahrungen lassen sich in unterschiedliche Kontexte übertragen – in Organisationen, Initiativen, Nachbarschaften oder andere gesellschaftliche Räume.

Hosting Team

Julia Hoffmann

Julia arbeitet seit mehr als 15 Jahren mit Teams, Einzelpersonen, Beschäftigten und Ehrenamtlichen, in Organisationen und in Netzwerken, um gesellschaftlichen Wandel voranzutreiben. Ihr Fokus liegt auf partizipativer Führung, Resilienz sowie Visualisierungen als Denk- und Dialogwerkzeuge zur Ergebnissicherung in Prozessen, Workshops und Veranstaltungen. Zentrales Element von Julias Arbeit ist es, Prozesse zu begleiten und Fortbildungen zu halten, die Resilienz und regenerative Kulturen fördern, und ein gesünderes Verhältnis von Arbeit im Innen, im Außen und in der Welt zu entwickeln. Berufliche Erfahrungen sammelte sie als Programmleiterin, im Multi-Stakeholder-Management mit Stiftungen und Non-Profit Initiativen, in der politischen Bildungsarbeit und in der Leitung eines Projektinkubators für zivilgesellschaftliches Engagement in Europa. 

Mira Bangel

Ich begleite Organisationen, Netzwerke und Institutionen dort, wo Zusammenarbeit ins Stocken gerät oder sich weiterentwickeln will. Dabei unterstütze ich dabei, Vertrauen aufzubauen und alltagstaugliche Lösungen zu entwickeln. Als internationale Prozessbegleiterin und Organisationsentwicklerin begleite ich seit über 16 Jahren Veränderungsprozesse, Partizipation und Wissensaustausch. Ich arbeite unter anderem mit Art of Hosting (Participatory Leadership), Design Thinking, SCRUM, Theory U, Gewaltfreier Kommunikation (CNVC-zertifiziert) und MBTI.

Seit vier Jahren unterstütze ich das Centre for Organisational Transformation der Europäischen Kommission bei der Entwicklung von Trainings und Strategien zu Change Management, Wissensmanagement und Zusammenarbeit. Ich moderiere internationale Dialoge, Communities of Practice und Entscheidungsprozesse mit dem Ziel, eine Kultur der Kooperation und des gemeinsamen Lernens zu stärken.

Sabine Gressel-Soeder

Sabine ist eine strategisch denkende Flow-Architektin und lebenslang Lernende. Sie ist neugierig auf Menschen, ihre Geschichten und die einzigartigen Stärken, die sie mitbringen. Sie erforscht kontinuierlich, wie Menschen zusammenkommen, sich verbinden und neue und innovative Ansätze miteinander entwickeln. Die wachsende Komplexität der Herausforderungen unserer Welt verlangen nach neuen Lösungen. Diese finden wir in gemeinsam erarbeiteten Vorgehensweisen, in Co-Kreationen. Dies bedeutet, dass man zu einem gemeinsamen Führen finden muss, mit einem geteilten, werteorientierten Ansatz der Co-Kreation. 

Silas Lusias

“Falls du schnell laufen magst, lauf alleine, aber falls du weit laufen magst, lauf mit anderen” – ist eine afrikanische Redewendung, die mich geformt und zu mein Hintergrund von Leben in Gemeinschaft geführt hat. Meine Mission ist es das „WIR“ in unseren Alltag und unsere alltäglichen Interaktionen zu bringen. Kollektive Führung ist das, was ich anstrebe.
Mein Name ist Silas Lusias und ich bin ein Gastgeber von „Art of Hosting“, Meditierender und Permakultur Praktizierender. Meine Erfahrung bereichert mich mit wahrhafter Wertschätzung für Vielfalt und einer Fähigkeit sehr gut reflektierende Räume für Gruppen halten zu können.
Ich hatte seit der Gründung von dem Lerndorf Kufunda in 2002 bis 2011 eine Schlüsselrolle inne. Das Kufunda Lerndorf (www.kufunda.org) ist ein Lernzentrum, das Dorfbewohnern dabei hilft Selbstständigkeit auf verschiedenen Ebenen aufzubauen. Um Gemeinschaften darin zu befähigen, die herausfordernden sozial-wirtschaftlich Bedingungen in Simbabwe zu überleben, demonstriert Kufunda, wie man umweltfreundliche und wirtschaftlich nachhaltige Praktiken anwendet, so dass jede Gemeinschaft sich um sich selbst kümmern kann und nicht von dem versagendem System abhängig ist und der Grundbedarf an Nahrung, Gesundheit und Bildung abgedeckt ist. Im Augenblick lebe ich in Bayern.

Christa Cocciole

An der Schnittstelle von Embodiment, Aktivismus und sozialer Innovation gestalte ich partizipative Prozesse, die Körper, Geist und Gemeinschaft gleichermaßen einbeziehen. So entstehen lebendige, kreative und inklusive Kulturen der Zusammenarbeit, in denen Menschen voneinander lernen, sich gegenseitig stärken und gemeinsam wirksame Veränderungen gestalten.
Ich bin systemische Therapeutin, Traumatherapeutin und Facilitatorin und begleite Einzelne, Teams und Organisationen in Veränderungsprozessen. Dabei verbinde ich Kommunikationskompetenz, Compassion und Resilienzmethoden, um Räume zu schaffen, in denen Vertrauen wächst und Menschen ihre innere Stärke entfalten können.

Nicola Kriesel

Nicola Kriesel

Nicola ist Organisationsentwicklerin, Juristin und Mediatorin mit über 30 Jahren Berufserfahrung in der Beratung und Begleitung von Organisationen, Teams und Einzelpersonen. Sie begleitet Organisationen auf ihrem Weg zu synergetischer Zusammenarbeit, in der das Potenzial des*der Einzelnen zur Entfaltung kommt und Vertrauen und Verantwortung ebenso eine Rolle spielen wie Vielfalt und Verbindlichkeit. Sie setzt sich seit 10 Jahren intensiv mit Soziokratie und Dynamic  Governance auseinander und hat profunde Kenntnisse in der Umsetzung unterschiedlicher Tools für Selbstorganisation, Agilität und New Work. Ihre Leidenschaft und ihre Erfahrung gelten der Begleitung von Bildungseinrichtungen rund um die Themen Inklusion, Partizipation, Demokratie und Digitalisierung. Sie ist vertraut mit evolutionären Prozessen und Organisationsformen, die agil und praktikabel sinnvoll zusammen wirken. Sie hat langjährige Erfahrungen in der Begleitung von Teams und Führungskräften sowie in Prozessen, die sowohl Kultur als auch Struktur und Strategie von Organisationen in den Blick nehmen. 

Local Host

Hannah Hummel

deep, herzlich, verspielt – So lässt sich das Feedback zu meinem Arbeiten zusammenfassen.
Mit Gruppen zu arbeiten, erfüllt mich mit Sinn. Diese Leidenschaft habe ich schon 14-jährig entdeckt und seitdem lerne ich. Ich lerne so gerne. Seit 2010 arbeite ich an Freien Alternativschulen und durfte 9 Jahre als Vorständin im Bundesverband (BFAS e.V.) tätig sein. Mich beschäftigt seither die Frage: Warum sind Teams so, wie sind? Die Erforschung von Mustern und Dynamiken & die Entwicklung von gesundem, wertschätzendem Arbeiten begeistern mich. Ich gehe mit euch auf die Suche und leuchte mit einer empathischen Fackel, um Ursachen und Resilienz-Quellen aufzuspüren.

Noch Fragen?

Dann schreib uns