20. Februar 2026, 16:00 Uhr – 20:00 Uhr

Fast undenkbar …

Socius Labor 11-2024

Überblick

Heilung und Ganzheit in Organisationen

Wenn wir Heilung als das Zulassen aller unserer Anteile verstehen – auch von Verletzungen, Unsicherheiten, Wut und Verzweiflung –, kann daraus etwas Kraftvolles entstehen. Diese inneren Zustände sind nicht nur Ergebnis aktueller gesellschaftlicher und globaler Krisen, sondern auch Ausdruck eines tief verankerten individuellen und kollektiven Schmerzes, den wir weiterhin in uns tragen.

Was das für Organisationen bedeutet, wird erst allmählich sichtbar. Klar ist jedoch: Innere Zustände und Trauma bleiben nicht außerhalb von Organisationsstrukturen. Und ebenso klar ist, dass es Gemeinschaft braucht, um dieses kollektive Erbe zu integrieren – und Heilung überhaupt zu ermöglichen.

Indigenes Wissen und Formate kollektiver Trauerarbeit können dabei Orientierung geben. Für uns beginnt der erste Schritt jedoch mit einem Öffnen innerhalb der Organisation: einem bewussten „Das geht uns etwas an“ und der Frage, wie Gemeinschaft unter Mitarbeitenden entstehen kann, die sich mit Heilung befasst.

Dieser Gedanke ist wagemutig – vielleicht der wagemutigste nach unseren Laboren zu „Neuem Denken“ und „Einander hören“. Gerade deshalb laden wir dazu ein, ihn gemeinsam zu bewegen. Denn wir erleben immer wieder, wie viel gestaltende Energie frei wird, wenn Schmerz, Trauer und Hilflosigkeit benannt werden dürfen.

Joanna Macy formuliert es in ihrem Ansatz der Tiefenökologie so:
„Wir müssen erst unseren Schmerz würdigen, bevor etwas grundlegend Neues möglich wird.“

Das Labor „Fast undenkbar – Heilung und Ganzheit in Organisationen“ bildet den Abschluss der Trilogie, die wir im vergangenen Herbst begonnen haben. Wir freuen uns auf eure Teilnahme.

Für wen?

Für wen?

Unsere Labore sind Experimentierräume, die sich an alle richten, die an Entwicklung interessiert sind.

Wann?

Termine

 

  • Freitag, 20. Februar 2026, 16 bis 20 Uhr
  • Schwimmwestenfabrik, Buttstr. 4, 22767 Hamburg

Wieviel?

Kosten

 

Uns ist wichtig, dass unsere Labore für alle zugänglich sind, und gleichzeitig ist uns wichtig, dass die Referent*innen der Labore angemessenes Honorar bekommen. SOCIUS verdient an den Laboren nichts. Dein Beitrag kommt direkt den Referent*innen zu Gute.

Wir bitten um einen selbstgewählten Beitrag zwischen 20,00 € und 150,00 €

Die Leistung ist nach § 4 Nr. 22 a) von der Umsatzsteuer befreit.

Hosts

Lysan Escher

Kerstin Gollembiewski

Wandel braucht Veränderung, im Innen und Außen. Dabei begleitet Kerstin Gollembiewski Menschen – in ihrer Organisationskultur und -struktur, ihren Vorhaben und ihrem Sein.

Seit 2020 als selbständige Prozessbegleiterin, Trainerin und Er-Forschende. Dabei schlägt ihr Herz nach wie vor ebenso für die Friedens- und Menschenrechtsarbeit, in der sie seit 20 Jahren weltweit tätig ist, als auch für die gesellschaftliche Transformation ‚vor ihrer Haustür‘ in Hamburg. Organisationen bei ihrer inneren Entwicklung zu unterstützen ist Teil dessen.

In der Begleitung richtet sich ihr Blick oftmals auf das ‚Nicht so Sichtbare‘ beziehungsweise nicht so Prominente im dominanten Narrativ und die Anteile, nach denen wir uns (vielleicht) sehnen, die jedoch keinen Platz zu haben, vielleicht sogar fehl am Platze, scheinen. Und sie glaubt fest daran, dass wir unser Miteinander neu lernen müssen – einschließlich unserer Beziehung zum ‚Mehr als Menschlichen‘ – und es dafür wichtig sein wird, den Mut zu haben, Ungewohntes zu wagen.  

Ihre methodische Leidenschaft liegt in der Narrativen Arbeit, wie sie von Chené Swart entwickelt wurde, und Arbeit mit Mikro-Geschichten, der Prozessarbeit nach Arnold Mindell und spielerisch-kreativen Ansätzen, inspiriert von Rob Hopkins. 

Mehr Informationen zu Kerstin findet ihr unter: www.kerstingollembiewski.de

Lysan Escher

Hannah Kalhorn

Hannah begleitet als Teil des SOCIUS-Teams Organisationen in Phasen der Veränderung und des Wandels. Wenn Strukturen neu gedacht, Führungsprinzipien hinterfragt oder andere größere Transformationen angestoßen werden, schafft sie Räume, in denen Menschen Unsicherheiten annehmen, mutig Neues ausprobieren und ohne Angst vor Fehlern lernen können.

Noch Fragen?

Dann schreib uns