Ein Labor zum Machen und gemeinsamen laut Denken
Entscheidungen müssen nicht richtig sein. Sie müssen gefällt werden. Sie schaffen Orientierung, entlasten und machen Platz für das, was als Nächstes passieren kann. Wer sich nicht entscheidet, bleibt in offenen Möglichkeiten hängen, und das kostet Zeit, Energie und Vertrauen.
„In Organisationen ist nicht entscheidend, ob etwas richtig ist, sondern dass entschieden wurde.“ (Klaus Eidenschink, sinngemäß)
Kennst du das? Dein Team weiß eigentlich mehr als du allein, und trotzdem wird alles bis zum Ende durchdiskutiert. Man vertagt, sucht den perfekten Konsens und landet doch wieder bei der Frage: Was haben wir eigentlich entschieden? Gleichzeitig tauchen Leitungsentscheidungen auf, die niemand nachvollziehen kann, weil unklar bleibt, wann beteiligt wird und warum nicht.
Wenn du in einer Organisation mit Selbstorganisation oder hohem Beteiligungsanspruch arbeitest, kennst du dieses Spannungsfeld. Die Frage ist selten, ob man gemeinsam entscheiden will. Die Frage ist eher: Wie geht das gut, und welches Verfahren passt zu welcher Situation? Und vor allem, was muss vorher geklärt werden, bevor überhaupt entschieden werden kann?
Im Labor nehmen wir uns vier Stunden Zeit, um Entscheidungsverfahren nicht nur zu besprechen, sondern auch durchzuspielen – und auf dieser Basis in die gemeinsame Reflektion zu gehen.
Dabei geht es weniger um das eine richtige Verfahren als um Erfahrung: Wo entfaltet ein Verfahren seine Stärke, wo stößt es an Grenzen? Wie viel Mitbestimmung verträgt eine Organisation? Und wer darf worüber entscheiden?