Willkommen im Atelier für die Kunst und Praxis des Gemeinsamen!
Wie leben wir Zusammengehörigkeit in diesen Zeiten?
Wir laden euch ein zum Dialog mit Worten, Farben, Formen und dem, was in der Mitte entsteht. Wir erforschen mit euch das Potenzial gemeinsamer, intuitiver Kreativität für die Erkundung wichtiger Fragen. Kurz gesagt: Reden und Malen.
Wir fragen uns: Wie leben wir Zusammengehörigkeit in diesen Zeiten? Zeiten von Wandel, Verunsicherung und unklaren Zukunftsaussichten. Zeiten von Einsamkeit, Überforderung und der Sehnsucht nach Hoffnung. Zeiten von Brüchen im Miteinander, Sprachlosigkeit und fehlender Begegnung. Zeiten, in denen wir uns fragen: Wie geht das mit der Gemeinsamkeit? Wie halten wir Kontakt und Kreativität lebendig, auch wenn das Leben schwierig wird?
Ein paar Farben, Pinsel, Stifte, Collagematerial. Ein großes weißes Blatt Papier auf dem Tisch. Drum herum Menschen, mit einer geteilten Frage. Jemand schreibt die Frage in die Mitte des Papiers: “Was heißt Zusammengehörigkeit in diesen Zeiten?” Alle anderen schauen zu, nachdenklich. Eine der Gastgeberinnen sagt: “Wenn ihr mögt, fangt einfach an irgendwo auf dem Papier etwas zu tun.” Ein, zwei Mutige nehmen einen Stift, einen Pinsel in die Hand, beginnen mit einem ersten Strich. Andere tun es ihnen nach. Jemand umrandet die Frage. Eine Weile herrscht Stille. Dann fragt jemand “Was meinen wir eigentlich mit Zusammengehörigkeit?” und zieht dabei einen dicken roten Strich auf das Papier. An einem anderen Ende klebt eine Person ein Haus auf das Papier. “Ich hab mich eigentlich immer schon gefragt, wo ich wirklich dazu gehöre,” sagt jemand, und beginnt zu erzählen.
So oder so ähnlich könnte es aussehen. Eine tastende gemeinsame Annäherung an eine schwierige Frage. Beim gemeinsamen Tun entstehen Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen. Wir drücken aus, was wir in uns wahrnehmen (to presence) - in Worten, in Farbe und Form, in Bewegung, in Stille. So entwickelt sich das Ganze weiter. Wir erleben, wie unser Beitrag im gemeinsamen Bild sichtbar ist und bleibt. Wir werden herausgefordert, wenn sich das Bild anders entwickelt, als wir es wollen, richtig oder schön finden. Wir erkennen: Nur gemeinsam konnte das entstehen, was wir jetzt sehen. Und was wir sehen, bietet uns Einsichten für uns selbst, für unser Miteinander und zu unserer Frage.