Wofür wollen wir in fünf Jahren hier gewesen sein?
Vermächtnis ist kein Begriff für den Abgesang. Er ist eine Frage, die man stellen sollte, lange bevor es so weit ist – weil sie schärft, was wirklich zählt.
Organisationen, die gerade unter Druck stehen, haben oft keinen Raum für diese Frage. Das Tagesgeschäft frisst alles. Und doch: Gerade in Zeiten der Unsicherheit kann die Frage nach dem, was bleiben soll, eine erstaunliche Kraft entfalten – weil sie den Blick vom Verlust weg und auf das Wesentliche lenkt.
Zwischenraum
Vieles ist gerade nicht mehr, wie es war. Manches hat noch nicht begonnen. Wir stehen dazwischen – zwischen dem, was nicht mehr trägt, und dem, was noch nicht da ist.
Zwischenräume sind unbequem. Man möchte schnell hindurch, am liebsten ohne hinzusehen. Aber Zwischenräume sind auch Orte der Möglichkeit, wenn wir sie nicht nur durchqueren, sondern in ihnen verweilen. Wenn wir uns fragen, was noch nicht zu Ende ist, woran wir festhalten dürfen. Und was noch nicht angefangen hat, wonach wir greifen können.
Der Salon "Zwischenraum" ist ein Versuch, diesen Raum gemeinsam zu gestalten – nicht zu überspringen. Drei Abende, drei Fragen, ein offenes Gespräch. Für Menschen, die mitten im Zwischenraum stehen und trotzdem weitermachen.