Welche Geschichten von morgen erzählen wir – und welche haben wir noch nicht erfunden?
Geschichten darüber, was alles schiefgehen kann, erzählen wir uns ständig; wir hören sie in den Nachrichten und sehen sie in Filmen. Wir sind darin erstaunlich geübt, und sie sind uns so vertraut, dass sie sich fast wie die Wirklichkeit anfühlen. Geschichten darüber, was gelingen könnte, erzählen wir dagegen selten, manchmal aus der Sorge, naiv zu wirken oder uns zu früh zu freuen.
Vielleicht liegt darin ein Grund, warum es uns so schwerfällt, uns eine gute Zukunft konkret vorzustellen: Vorstellungskraft ist ein Muskel, den wir als Einzelne, als Organisationen und als Gesellschaft noch weiter trainieren dürfen.
Gerade stehen wir im Zwischenraum: Zwischen dem, was schienbar nicht mehr trägt, und dem, was noch nicht begonnen hat, und dort brauchen wir Geschichten. Keine großen Utopien und keine Wunschzettel, sondern kleine, konkrete Erzählungen aus der Zukunft: wer an einem gewöhnlichen Dienstag morgens aufwacht, mit wem si:er arbeitet, was dort selbstverständlich geworden ist und wie es dazu kam. in diesem Zwischenraum salon wollen wir einander solche Geschichten erzählen, zuhören und nachfragen. Was ruft uns die Zukunft zu?
Du musst dafür keine Geschichtenerzählerin und kein Autor sein, nur bereit, dich auf etwas einzulassen, das sich zunächst vielleicht ungewohnt anfühlt. Auch wenn Sorge oder Angst im Raum sind, dürfen sie dabei sein: Geschichten von morgen können neben ihnen stehen.
Dieser Abend folgt der Idee des Salons, als Raum für Begegnung, gute Gespräche und Inspiration.
Eingeladen sind Menschen aus der Zivilgesellschaft und aus NGOs, die gerade unter Druck stehen und trotzdem weitermachen. Und solche, die solidarisch sind.