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SOCIUS.Blog

Vom 10.-13.4.18 fand das zweite Transnationale Treffen aller am Projekt STAR E („Standing Together Against Racism in Europe“) beteiligten internationalen Jugendaustauschorganisationen zum Thema „Anti-Rassismus und Change“ in Reykjavik statt. Neben vielen spannenden Gesprächen mit Teilnehmenden aus 10 europäischen Ländern und interessanten Auseinandersetzungen zur Frage wie sich Organisationsentwicklung und rassismussensible Arbeit verbinden lassen, hatten wir auch die Chance, einen kurzen aber nachdrücklichen Eindruck dieser wunderschönen Insel zu bekommen. Erneut bestätigt gefunden hat sich unsere langjährige Erfahrung, dass es sich an besonders schönen Orten auch besonders gut und kreativ arbeiten lässt!

Ein wichtiges Ergebnis war die Verständigung auf eine Positiv-Definition als Zielorientierung des gemeinsamen Austausch- und Lernprozesses; also nicht als verbindende Frage: wie wehren wir uns gegen Rassismus (und andere Formen der Diskriminierung) sondern: wie stehen Organisationen der internationalen Freiwilligenarbeit ein für Vielfältigkeit und Anerkennung von Unterschiedlichkeit. Auf diese Weise waren wir schnell bei den Themen Diversity und Inklusion und bei der Reflexion darüber, wie schwer es ist, in organisationellen Netzwerken, die fast familiären Charakter haben, sich Vielfalt und auch Vielfalt im Denken gegenüber zu öffnen. Auf diese Fragen zugeschnitten sollen nun Ansätze der Organisationsentwicklung diskutiert, erprobt und angepasst werden. Greifbares – und auch für andere Organisationen nutzbares – Ergebnis wird eine gemeinsam zu erarbeitende Handreichung werden, die Methoden für inklusive und diversitätsorientierte OE aufgreift und praxisbezogen darstellt. Ihre Fertigstellung ist für Frühjahr 2020 vorgesehen.

Darüber hinaus war es spannend, mehr über die Erfahrungen aus Island im Zusammenhang mit der Integration von Geflüchteten zu erfahren. Zuwanderung aus verschiedenen krisengeschüttelten Länden nach Island hat im Vergleich zu vielen anderen europäischen Ländern erst mit einer Verzögerung von ca. 10 Jahren begonnen und findet erwartungsgemäß geringerem Umfang statt. Zivilgesellschaftliche Gruppierungen in Island haben, von daher das Gefühl, bewusster von Erfahrungen in anderen Ländern zu lernen und das Augenmerk deutlicher auf die Chancen der Zuwanderung zu lenken.

Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit dieser kreativen und diskussionsfreudigen Gruppe!

Joana Ebbinghaus, Christian Baier

 

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