SOCIUS.Blog

Seit Januar 2022 bereichern Hannah Kalhorn aus Hamburg  und Lysan Escher aus Halle an der Saale uns auch ganz offiziell im SOCIUS Team. Wir haben ihnen ein paar Fragen gestellt und sind dankbar für die Antworten.

Wir freuen uns sehr, dass Ihr an Bord seid, Lysan und Hannah!

Hannah, Du kennst SOCIUS schon länger. Was hat Dich bewogen, Teil des Teams werden zu wollen? 

Im Rückblick fühlt es sich wie eine lange Reise bis vor die SOCIUS-Tür an. Irgendwann während meines Studiums und über den damaligen Berliner Balkan-Klüngel erschien SOCIUS an meinem Horizont – als eine Ansammlung cooler Leute, die schon sehr viel von dem taten, was ich mir für mich noch erträumte. Glücklicherweise kreuzten sich unsere Wege durch Beratungsaufträge, Veranstaltungen und Fortbildungen immer wieder. Über verschiedene Pfade sprang ich vor kurzem dann auch auf die Route „Selbständigkeit“. Bis dahin hatte ich schon so viele Kreise um diese Ansammlung cooler Leute gezogen, dass es fast keine Frage mehr war, vor dieser Tür Halt zu machen.

…und was hat sich möglicherweise schon mit dem jüngeren “Blick von innen” verändert? 

Womöglich ist es die sich ändernde Rolle, die den Blick verändert. So wie es früher auch einen Unterschied gemacht hat, ob ich Gast in einer WG oder Teil einer WG bin – von dem sich immer wieder stapelnden Geschirr, dem von wem anders aufgebrauchten Lieblingslippenstift oder der zu lauten Musik während der Prüfungsphase bekomme ich bei der Einladung zum Abendessen wenig mit. Und nun stehe ich mit in der Küche, teile und horte meine Lieblingssachen, bin mal zu laut und mal zu leise in dieser Arbeitsgemeinschaft von Menschen, die mir sehr lieb sind und ziemlich viel Erfahrung haben im Gestalten von Gemeinschaft.

Was macht für Dich “gute Beratung” aus? 

Zu guter Beratung ließe sich wohl alles und nichts sagen – wenn ich mein Ohr etwas länger an diesen Resonanzraum halte, höre ich unter anderem, dass gute Beratung vor allem zu mehr Selbstwirksamkeit beiträgt und Räume schafft, in denen sich durch die Erfahrung und Expertise aller Beteiligten neue Handlungs- und Haltungsoptionen zeigen können.

Wenn ich Teil von Teamentwicklung oder Prozessbegleitung war, habe ich die Beratung immer dann als gut empfunden, wenn ich im Prozess mehr verstanden, mehr gesehen, mehr wahrgenommen habe von dem Umfeld und den Menschen, mit denen ich zusammenarbeite. Diese Erfahrung ist für mich ein immenser Antrieb, selbst zu einer „guten“ Begleiterin für Veränderungen und Entwicklungen zu werden.

Welche Wünsche hegst Du – für Dich und / oder für SOCIUS – für 2022? 

Mein Eindruck ist, dass sowohl SOCIUS als auch ich einen intensiven Veränderungsprozess durchlaufen. Ich wünsche uns, dass wir vor allem an den ruckelnden Stellen dieser Achterbahnfahrt, dort wo alles ein bisschen Kopf steht, in bestem Selbstvertrauen auf unsere tiefen Erfahrungsschätze zurückgreifen und den Herausforderungen mit großer Zuversicht und Mitgefühl begegnen – um dann ausgelassen Etappenziele zu feiern!

Lysan, Du kennst SOCIUS auch schon länger. Was hat Dich bewogen, Teil des Teams zu werden? 

Angefangen hat alles mit gOE. Ich war 2013 auf der Suche nach einer OE-Ausbildung, die explizit für Menschen ist, die im sozialen Bereich tätig sind und da bin ich über SOCIUS „gestolpert“. Der erste Tag meiner gOE Ausbildung war mein „bonding Erlebnis“ mit SOCIUS. Ich weiß noch, dass ich mit vielen Fragezeichen im Haus Sonneck bei Naumburg angereist bin: „Ist das das Richtige für mich? Mit welcher Kultur und Haltung wird hier gearbeitet?“ Und dann saß ich nach der biographischen Vorstellungsrunde da und wurde gefragt, wie es mir jetzt geht. In mir hat alles gejubelt. Ich hatte das Gefühl, genau richtig zu sein und sowas wie eine kleine neue Arbeitsheimat gefunden zu haben. Dieses Gefühl von Heimat bei SOCIUS hat mich nicht mehr losgelassen. Als ich dann 2019 den Schritt in die Selbstständigkeit gemacht habe, kam parallel die Anfrage von SOCIUS, ob ich zum NextWerk gehören möchte. „Na klar, was sonst!“ Wieder hat in mir alles gejubelt. Und nach einem Jahr der Zusammenarbeit unter Coronabedingungen und neuen digitalen Vorzeichen, stand die Frage im Raum, ob aus der Liebelei auch eine festere Beziehung werden könnte …

…und was hat sich möglicherweise schon mit dem jüngeren “Blick von innen” verändert? 

Wie das eben mit Beziehungen so ist, wenn wir ernsthaft anfangen, uns kennen zu lernen, verflüchtigt sich das „rosarote Brillen Gefühl“ und es wird deutlich: Eine gute Beziehung bedeutet viel Arbeit! Aber da das keine neue Erkenntnis in meinem Leben ist, bin ich guter Dinge und freue mich darauf!

Was macht für dich “gute Beratung” aus? 

Ich gehe davon aus, dass es keine Standardantworten darauf gibt, wie Prozesse in Organisationen gut funktionieren. Aber als Beraterin kann ich meine Perspektive und Erfahrungen einbringen und den Rahmen für einen gelingenden Organisationsprozess halten.

Menschen verbringen viel Zeit ihres Lebens in ihren Arbeitskontexten. Als Beraterin möchte ich dazu beitragen, dass sie sich dort wohlfühlen, sich entfalten und selbstwirksam sein können, um ihren besten Beitrag zum Gelingen der gemeinsamen „höheren“ Ziele und Vision der Organisation zu leisten.

Welche Wünsche hegst Du – für Dich und / oder für SOCIUS – für 2022? 

Ich wünsche mir Leichtigkeit, Offenheit und Neugier auf neue Ideen und unerprobte Wege, um die Herausforderungen zu meistern, denen wir auch in diesem neuen Jahr sowohl persönlich, beruflich als auch gesellschaftlich begegnen werden. Diese Offenheit und Neugier auf unerprobte Wege wünsche ich mir auch für uns als neues SOCIUS Team. 

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