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Bildnachweis: Gedenkstätte Dachau, Pixabay, Nutzung lizenzfrei möglich

Die Bundesweite Konferenz von Gedenkstätten zur Erinnerung an die NS-Verbrechen in Deutschland befasste sich bei ihrem Treffen Mitte Dezember mehrere Tage intensiv mit dem Phänomen des Rechtspopulismus und seinem Ziel der Unterminierung und Abschaffung grundlegender demokratischer Rechte und Werte. Den Ausgangspunkt bildeten die jeweiligen konkreten Erfahrungen der Gedenkstätten mit rechtsextremen und rechtspopulistischen Besucher*innen bzw. Besuchergruppen. In unterschiedlichen Foren und Arbeitsgruppen wurde das Thema analysiert und wurden Schlussfolgerungen sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten diskutiert. Ich selber moderierte gemeinsam mit Gottfried Kößler vom Pädagogischen Zentrum FFM. Fritz Bauer Institut & Jüdisches Museum Frankfurt den Workshop „Bildungsangebote in Gedenkstätten und die AfD – Ein Austausch“.

Im Ergebnis der Konferenz beschlossen die stimmberechtigten Teilnehmenden das Positionspapier: Gedenkstätten zur Erinnerung an die NS-Verbrechen in Deutschland rufen auf zur Verteidigung der Demokratie. Erinnert wird in der Resolution an den Auftrag der NS-Gedenkstätten und an die darauf beruhende Verpflichtung, allen rechtspopulistischen und vergleichbaren Erscheinungsformen in der täglichen Arbeit der historisch-politischen Bildung konsequent entgegenzutreten. Außerdem wird an die Akteure in Politik und Gesellschaft appelliert, sich ebenfalls aktiv für die Verteidigung der universellen Grund- und Menschenrechte einzusetzen.
(Untenstehenden Text der Resolution lesen)

Mit diesem Papier, das mittlerweile auf sehr vielen Homepages von NS-Gedenkstätten einzusehen ist, beziehen die NS-Gedenkstätten öffentlich Position und machen damit – meines Erachtens erfreulicherweise – deutlich, dass mit ihnen als Faktor in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung um demokratische Grundrechte und –werte zu rechnen ist.

Fortbildung für Multiplikator*innen

Wer sich mit solchen Fragen im Rahmen von Gedenkstättenbesuchen weiter befassen möchte, kann dies demnächst bei folgender Fortbildung für Multiplikator*innen: »Parteilichkeit statt Beutelsbacher Konsens?« – Gedenkstättenpädagogik in Zeiten von zunehmendem Rechtspopulismus in der Europäischen Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Weimar (ejbw) am 22. – 24. Februar 2019. Die Fortbildung leite ich gemeinsam mit dem Trainer Christian Geißler sowie Dr. Frank König von der ejbw. Informationen und Anmeldung unter: Tel.: 03643 827-104, Mail: koenig@ejbweimar.de.

Kerstin Engelhardt

 

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