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SOCIUS.Blog

SOCIUS Ausblick 2019

SOCIUS Ausblick 2019

Viele sagen ja, dass gute Vorsätze für das neue Jahr nicht wirklich hilfreich sind, weil sie ohnehin nicht lange halten und selten wirklich umgesetzt werden. Andere sagen, sie machen sich andauernd neue Vorsätze, völlig unabhängig vom Datum und wieder andere betrachten den Beginn des neuen Jahres mit Magie und glauben an die transformatorischen Kräfte der Zeit „zwischen den Jahren“.

Hier bei SOCIUS gibt es von allem etwas und nach dem das Jahr 2018 der internen organisationalen Transformation galt, wird die Energie die das freigesetzt hat 2019 nach außen geleitet in unser Fortbildungsangebot.

Unter anderem deswegen sind wir auch gleich nach dem oe-tag im November 2018 mit großer Lust in die Planung des neuen Jahres gegangen.

Unsere Vorsätze für 2019 sind:

  • 10 SOCIUS briefe
  • 10 SOCIUS labor & lounge
  • 1 oe-tag
  • 2 mal gOe!
  • die SOCIUS Führungsakademie
  • empathy@work
  • SOCIUS Seminare

Wir sortieren unser Angebot in verschiedene Kategorien, wobei wir uns gewahr darüber sind, dass dies (noch) ein Experiment ist.

Unser Anliegen ist es Angebote zur Wissensvermittlung zu machen: Die SOCIUS Seminare. Darüber hinaus arbeiten wir alle prozessorientiert und persönlich, hier machen wir Angebote, die über einen längeren Zeitraum Rahmen für Entwicklungsprozesse geben: Die SOCIUS Werkstattzyklen, die SOCIUS Führungsakademie und empathy@work. Nicht zuletzt ist uns wichtig niedrigschwellige Angebote zum Kennenlernen und zur Vernetzung zu haben: Die SOCIUS labore & lounge, die SOCIUS Kaminfeuergespräche und den oe-tag.

SOCIUS labor & lounge

Die Termine für das SOCIUS labor sind wie immer donnerstags nachmittags von 14 bis 18 Uhr mit anschließender SOCIUS lounge bei Suppe und Getränken.

Los geht es am 24. Januar mit Elke Wagenmann und der „Kraft der Karten“ zu Assoziationen, die wir für die Arbeit nutzen können.

Weitere Themen im ersten Halbjahr werden sein:

  • Improvisation in Organisationen: Ein erwachsenes Kinderspiel am 28. Februar mit Hannah Hummel
  • Persönliche Präsenz in professionellen Kontexten am 28.3. mit Beate Maes
  • Intuitive Prozessbegleitung am 25. April mit Heike Brembach
  • Schutzkonzepte in Organisationen – von der individuellen Aufarbeitung zur präventiven Struktur am 9. Mai mit Marek Spitczok von Brisinski
  • Design Thinking – die Hand denkt mit am 13. Juni mit Cong Yu Li

Weiter geht es dann nach den Berliner Sommerferien am 15. August, 19. September, 17. Oktober, 21. November und 19. Dezember 2019. Ab 2020 wird das einfacher: immer der 3. Donnerstag im Monat!

SOCIUS Seminare

Die SOCIUS Seminare haben etwas ganz neues hervorgebracht für 2019, ein Experiment auf das wir uns freuen:

* Rudi Piwko bietet fünf Mal sein viertägiges Seminar „OE Werkzeuge“ an. Ein Versuch einen Extrakt aus 20 Jahren Beratungsarbeit erlebbar zu machen – durch radikale Komplexitätsreduktion und eine radikal kleine Gruppe von max. 8 Teilnehmenden. Wer schon immer mal Themen wie Organisationsaufstellung, Transaktionsanalyse oder Biografiearbeit an Hand einer Übung kompakt kennenlernen wollte: 3x3 Werkzeuge der OE – im März jeden Dienstag (Mai/montags, September/dienstags, November/montags, August als Blockseminar).

Im Februar und Mai finden zwei Seminare in Kooperation mit der Alice-Salomon-Hochschule statt:

Hierfür läuft die Anmeldung jeweils über die ASH.

Weitere Angebote im SOCIUS Seminar Blumenstrauß werden sein:

  • Feministisch führen am 20. März mit Nicola Kriesel und Kerstin Engelhardt
  • Planspiele in der oe am 3. Juni mit Rudi Piwko
  • Das Züricher Ressourcen Modell
  • Konsent Moderation
  • Monitoring und Evaluation

und sehr wahrscheinlich einiges, was wir heute noch gar nicht wissen.

SOCIUS Werkstattzyklus

Der SOCIUS Werkstattzyklus gOe! – gemeinnützige Organisationen entwickeln ist ein bißchen das Flaggschiff unserer Angebote. Bereits seit 2003 findet er – mit kurzer Unterbrechung jährlich statt und ist in diesen 15 Jahren stetig weiterentwickelt worden. 2019 werden zum dritten mal zwei Durchgänge „gOe!“ stattfinden. Diesmal neuerdings 10 Tage. Es wird einen Durchgang an der Akademie Sonneck in Naumburg geben, der am 1. April startet und für den es noch einige Plätze gibt. Dieser wird von Andreas Knoth und Nicola Kriesel begleitet. Im Herbst beginnt ein weiterer Durchgang in Berlin mit Christian Baier und Joana Ebbinghaus. Hier haben wir es gewagt, nach 10 Jahren den Teilnahmebeitrag etwas zu erhöhen und uns damit ein bißchen an reguläre Marktpreise anzupassen.

Ein zweiter SOCIUS Werkstattzyklus wurde 2017 von Christian Baier und Nicola Kriesel zusammen mit Christa Cocciole entwickelt und läuft nun bereits in der zweiten Runde: Bewegte Beratung – hier geht es darum den Körper als Instrument in der Beratung kennenzulernen und einzusetzen. Im Herbst 2019 wird ein dritter Durchgang mit 5 Modulen beginnen.

SOCIUS Führungsakademie

Die SOCIUS Führungsakademie erweitert sich: In unserer täglichen Beratungs- und Prozesspraxis haben wir oft und gerne mit Menschen zu tun, die unterschiedliche Arten von Führung in Organisationen übernehmen – sei es Geschäftsführung, Vorstandsarbeit, Teamleitung oder Ressortkoordination. Die Begriffe sind genau so vielfältig wie die Aufgaben und Herausforderungen denen sich die Menschen stellen müssen. Reflexion, Feedback, Selbstfürsorge und persönliche Entwicklung sind unserer Ansicht nach essentielle Qualitäten von Führung, hierfür haben wir nun verschiedene Formate geschafften:

Im Mai 2019 starten wir mit Macht. Führung. Sinn. – Frauen* gestalten Führungspositionen. Kerstin Engelhardt, Joana Ebbinghaus und Nicola Kriesel werden gemeinsam diese Fortbildung für Frauen* anbieten, die ihre Führungsrolle reflektieren und entwickeln wollen. Mit Intensivmodulen, Supervision und Coaching über ein Jahr wird sich eine Gruppe von maximal 15 Frauen* gemeinsam ihren Führungsaufgaben, ihrem Verständnis, ihrer Entwicklung und ihren Herausforderungen stellen. Detaillierte Infos gibt es alsbald auf unserer Veranstaltungsseite.

Unabhängig davon wird Kerstin Engelhardt ab Ende Januar immer am letzten Dienstag des Monats von 17 bis 20h eine offene Supervisionsgruppe für Frauen in Führungspositionen anbieten.

Rudi Piwko hat gemeinsam mit Cornelia Spohn eine eineinhalbjährige Fortbildung mit dem Titel Berufsbiografische Entwicklungen entwickelt. In Berlin, Frankfurt am Main und im Sommer 2020 als Blockseminar eine Woche in Südfrankreich, wird die Gruppe insgesamt 7 mal zweieinhalb Tage arbeiten. Eingeladen sind alle, die einem persönlichen Blick auf die eigene Berufsbiografie wagen wollen (oder müssen). Jedes Modul wird jeweils mit einem neuen Aspekt methodisch-inhaltlich eingeleitet.

Bereits vor 2 Jahren initiierte Rudi Piwko eine Fortbildung zu Führungsstilen unter dem Titel „Der Mann führt – aber wie?“. Inzwischen ist es eine feste Gruppe von Geschäftsführern und Vorständen geworden, die sich halbjährlich zur Reflexion und Fallbesprechungen trifft. In 2019 im März und August. In der Gruppe (max. 8 TN) sind auf Anfrage noch ein bis zwei Plätze frei

Nach dem oe-tag ist vor dem oe-tag.

Am 23.11.18 haben wir mit ingesamt 140 Menschen den oe-tag „Storytelling und Sensemaking in Organisationen“ gestaltet und im Anschluss unseren 20. Geburtstag gefeiert. Impressionen des Tages finden sich auf oe-tag.de.

Und weil der oe-tag seit 2008 jährlich stattfindet, aber im Sommer noch schöner ist als im November, haben wir uns entschieden, dass der nächste oe-tag am 7. Juni 2019 stattfindet. Diesmal soll es ein kleineres Format werden zum Thema „Emotionale Transformation in der Organisationsentwicklung“. Weitere Infos werden Sie in den kommenden Wochen auf der Webseite www.oe-tag.de finden.

Ausblick im Ausblick

Ralph Piotrowski und Nicola Kriesel erforschen gemeinsam schon seit langem die Wirkung von Empathie im Arbeitskontext. Daraus ist empathy@work entstanden – ein Motto unter dessen Titel schon verschiedene Veranstaltungen angeboten wurden. Nun wollen die beiden zu einer Intensivwoche „Mut und Neugier“ nach Rügen einladen. Dieses Angebot wird aktuell fertiggestellt und im kommenden SOCIUS brief wird darüber mehr zu erfahren sein.

Wir freuen uns sehr wenn unser Schwung auch euch ansteckt und inspiriert zum lernen und entdecken, entwickeln und erfahren.

Alle Angebote werden im monatlichen SOCIUS brief erwähnt und sind auf unserer Veranstaltungsseite mit genauen Beschreibungen zu finden.

SOCIUS liest: Worauf Kinder und Jugendliche ein Recht haben, Krappmann/Petry u.a.

SOCIUS liest: Worauf Kinder und Jugendliche ein Recht haben, Krappmann/Petry u.a.

In dem  300 Seiten starken Sammelwerk aus der Reihe KinderRechte werden in vier großen Abschnitten mit jeweils vier bis fünf Beiträgen verschiedene Aspekte für die Umsetzung der Kinderrechte in einer demokratischen Gesellschaft und Schule beleuchtet. Diese sind als Reaktionen auf und Beschäftigung mit dem Manifest des Wissenschaftlers Lothar Krappmann zu verstehen. Krappmann war am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin und als Honorarprofessor tätig, bevor er 2007 Vorsitzender des Fachbeirates des Programms „Demokratie leben und lernen“ der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) wurde und ebenfalls Mitglied des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes war. 

Die knapp 20 Autor*innen des Sammelwerks sind allesamt Aktivisten* für Kinderrechte in der Schule, vor allem aus dem BLK-Programm „Demokratie leben und lernen“, das Anfang der 2000er Jahre lief und u.a. auch stabile Netzwerke für demokratische Entwicklung in Schulen hervorgebracht hat. 

„Kinderrechte sind Menschenrechte.“ So lautet der erste Satz des Manifests von Lothar Krappmann. Das liegt daran das Kinder Menschen sind, möchte man ihm zurufen! Das sollte nun keine Neuigkeit mehr sein im 21. Jahrhundert, will man meinen. Gleichwohl scheint es immer noch wesentlich und innovativ zu sein, auf die UN-Kinderrechtskonvention von 1992 hinzuweisen, wenn es um die Weiterentwicklung von Schule als Institution geht. Und dafür steht er ein: „Schulentwicklung auf der Basis der Kinderrecht ist keine Kopfgeburt.“ In 84 Paragrafen fächert er ein Manifest auf, das konsequent die Umsetzung der Kinderrechte in der Schule nicht nur fordert, sondern auch erklärt, wie es gehen kann. Die großen Überschriften des Manifests heißen: 

I. Bildung zur Gestaltung eines Lebens auf der Grundlage der Menschenrechte

II. Schule ist Schule der Kinder

III. Demokratische Schulkultur und Schulverfassung

Die dem Manifest folgenden vier großen Abschnitte tragen die Überschriften

I. Was im Argen liegt

II. Welche pädagogischen Aufgaben zu bearbeiten sind

III. Wo man praktisch ansetzen kann

IV. Partnerschaften für die Entwicklung einer kindergerechten Schule 

Und auch wenn sie sich in Ansprache und Tonfall hauptsächlich an Lehrkräfte und Schulleitungen sogenannter staatlicher Regelschulen wenden, können Mitarbeitende, Eltern und vor allem auch Jugendliche aller Schularten hier Inspiration bekommen, wie es um die Kinderrechte in Schulen bestellt sein kann und wer was beitragen kann, um sie weiter zu verankern und zu festigen. 

Jeder einzelne Beitrag in dem Buch wird mit einer halbseitigen Zusammenfassung „Worum es geht“ eingeführt. Das macht es für die Leser*innen leicht sich zu orientieren und gezielt nur spezifische Artikel zu lesen. So ist im Präludium zum Beitrag von Timo Reinfrank (Geschäftsführer der Amadeus Antonio Stiftung) „Kinderrechte als Instrument zur Prävention von Gruppen bezogener Menschenfeindlichkeit“ zu lesen: „Der Kampf um die Verwirklichung einer demokratischen Kultur in der Schule ist kein Nebenher-Projekt, jedoch eine Aufgabe, die Schule leisten muss und kann, wenn sie den Kindern die Erfahrung vermittelt, das sie gehört und in ihrer Eigenart gefördert werden, wie die Kinderrechte dies verlangen. Die kindergerechte Schule ist die beste Prävention gegen Herabwürdigung und Spaltung der Gesellschaft.“

Trotz der verschiedenen Autor*innen hat der*die Leser*in den Eindruck die Beiträge beziehen sich aufeinander und geben so einen umfangreichen Überblick zur Thematik, zumal auch jeder Beitrag einzeln stehen kann und verständlich bleibt. 

Das Manifest zu „Kinderrechte, Demokratie und Schule“ bearbeitet die Herausforderungen des Themas umfassend und kann – vielleicht zusammen mit dem Manifesto15 (https://manifesto15.org/de/) des US-amerikanischen Wissenschaftlers und Aktivist John Moravec – auch für Freie und Demokratische Schulen eine wertvolle Inspiration zur Weiterentwicklung demokratischer Schulkultur für Kinder, Jugendliche, Mitarbeitende und Eltern sein. 

Gelesen hat „Worauf Kinder und Jugendliche ein Recht haben – Kinderrechte, Demokratie und Schule: ein Manifest“ von Lothar Krappmann, Christian Petry u.a. für Euch Nicola Kriesel.

Zuerst ist diese Rezension im unerzogen-magazin 2/18 erschienen.

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Debus Pädagogik (17. März 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3954140543
  • ISBN-13: 978-3954140541
SOCIUS liest: „Roundspeak Meetings“ von Bas Rosenbrand, 2017

SOCIUS liest: „Roundspeak Meetings“ von Bas Rosenbrand, 2017

Bas Rosenbrand ist Bildungsaktivist. Der Niederländer hat an verschiedenen innovativen Schulprojekten mitgewirkt und ist von der soziokratischen Idee mit ihren Kreisgesprächen inspiriert.

Mit „Roundspeak Meetings“ schenkt er der Community ein Handbuch, das seinem Namen alle Ehre macht.

In vielen kleinen Abschnitten, die nie länger als 6 Seiten sind, erklärt Rosenbrand nicht nur die Grundzüge von Roundspeak, sondern genauso geht er auf Widerstände, Stolpersteine und Hürden ein.

Die zwölf Prinzipien des Roundspeak sind:

WISSEN

  • Menschen sind aufmerksam wenn sie dazugehören
  • Alle haben Recht
  • Gefühle sind Informationen
  • Struktur ändert Verhalten

TUN

  • Einzeln sprechen
  • Sich ergänzen
  • Meinungen ändern
  • Mit allen Stimmen entscheiden

WACHSEN

  • Schafft kollektives Wissen
  • Teilt euch mit
  • Macht ihr den nächsten Schritt
  • Vertraut darauf dass ihr eine Lösung findet.

Jeder Person, die in welchem Setting auch immer in die Situation kommen kann ein Gespräch, ein Meeting, eine Runde zu moderieren und deren Anliegen es ist die beteiligten Menschen zu involvieren, sei die Lektüre dieses Buches empfohlen. Wem Augenhöhe und Partizipation ein Wert in der Zusammenarbeit ist, und wer nicht auf Effektivität und Effizienz verzichten will, die findet hier viele Anregungen die über die Einführung einer „Check-in-Runde“ am Anfang einer Sitzung hinausgehen.
Am Besten hat mir das Kapitel „Wenn es nicht funktioniert: ein Erste Hilfe Set“ gefallen, in dem mit einem Griff schnell nachzulesen ist, was man tun kann, wenn man feststeckt. Auch hier wieder nimmt Rosenbrand 12 Punkte genauer unter die Lupe, die in Meetings immer mal passieren können und gibt Tips. Tatsächlich kann dieses Kapitel einer Moderation in einer festgefahrenen Situation helfen. Kurze Pause: Schnell das Buch zur Hand genommen und geschaut ob das akute Problem beschrieben ist und welche Handlungsmöglichkeit vorgeschlagen wird.

Gelesen hat Roundspeak Meetings für Euch Nicola Kriesel.

Bas Rosenbrand, Roundspeak Meetings – Wie effektive Meetings gelungen Ein Handbuch – tologo Verlag Leipzig 2017

Aus dem Englischen übersetzt von Lena Kraus

http://www.roundspeak-meetings.com/

https://www.tologo.de/roundspeak-meetings/

SOCIUS liest: „Das Semco-System – Management ohne Manager – Das neue revolutionäre Führungsmodell“ von Ricardo Semler

SOCIUS liest: „Das Semco-System – Management ohne Manager – Das neue revolutionäre Führungsmodell“ von Ricardo Semler

(Original: Maverick: The Success Story Behind The World’s Most Unusual Workplace, 1993)

Fünfundzwanzig Jahre alt ist dieses Buch, das von einem neuen revolutionären Führungsmodell erzählt. In Zeiten in denen Frederic Laloux’s „Reinventing Organisations“ in vielen Organisationen als DAS Buch gehandelt wird und seine Good Practice Beispiele aller Orten Inhaber*innen, Führungskräfte und Mitarbeitende inspirieren, verschafft man sich nur schwer Gehör wenn man darauf hinweist, dass auch Laloux schon Vordenker*innen hatte, dass auch er inspiriert wurde und dass es lange bevor er Berater und Autor wurde, Menschen gab, die Arbeit und Organisationen anders gestalten wollten als es weithin üblich war.
Ricardo Semler ist einer von ihnen. Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts übernahm er in Brasilien die Firma Semco von seinem Vater. Ein traditionelles Unternehmen, das sich der Produktion von Schiffsschrauben und ähnlichem widmet. Große Fabriken mit vielen Arbeiter*innen an unterschiedlichen Standorten, internationale Handelsbeziehungen sind Alltag in der Führungsetage.
Ricardo Semler erzählt in dem 1993 erschienen Buch sehr persönlich wie er auf die Idee gekommen ist, sein Unternehmen zu verändern. Er schildert wie schwer es war Verbündete zu finden, wie viele Rückschritte und Verluste es gegeben hat, wie er angegriffen worden ist, für seine wahnsinnigen Ideen, das Management der Fabriken in die Hände jener zu geben die dort arbeiten.
Das Buch ist weder ein Management- noch ein Wirtschaftsbuch, sondern die spannende und menschliche Geschichte eines Unternehmers, der sein Unternehmen transformiert um mit einer revolutionär demokratischen Organisationsform humaner und produktiver zu werden.

 

Dieses Buch kann in der englischen Originalfassung von Maverick u.a. über den ecobookstore.de (der grüne Online-Buchhandel) bestellt werden. Das Suchergebnis finden Sie hier.

Dieses Buch hat Nicola Kriesel für Sie/ für Euch gelesen.

 

Bildungsnotiz: Schulentwicklungsbegleitung – ein Podcast

Bildungsnotiz: Schulentwicklungsbegleitung – ein Podcast

Schulen stehen immer wieder aufgrund interner oder externer Herausforderungen vor der Aufgabe, sich zu verändern und weiterzuentwickeln. Dabei können sie sich durchaus von Schulentwicklungsbegleiter_innen unterstützen lassen, die der Organisation und ihren Mitgliedern mit unvoreingenommenem Außenblick entscheidende Impulse geben und den Entwicklungsprozess methodisch gestalten können, ohne Lösungen vorzugeben. Denn letztlich zielt der Ansatz der Organisationsentwicklung auf eine Förderung der Menschen in der Organisation und die Begleiter_innen tragen lediglich Sorge für den Prozess und die Beteiligung aller: Lehrkräfte, weiteres pädagogisches Personal, Eltern, Schüler_innen.

Nicola Kriesel ist studierte Juristin, Mediatorin und Beraterin. Ihre besondere Leidenschaft gilt dabei der Begleitung von Bildungseinrichtungen. Sie hat viele Schulentwicklungsprozesse von Freien Alternativschulen und staatlichen Schulen begleitet. In dieser Bildungsnotiz gibt sie Einblicke in den Begleitungsprozess und entsprechende Methoden und Partizipationsmöglichkeiten für alle Organisationsmitglieder.

http://kreidestaub.net/podcast-blog/schulentwicklungsbegleitung

 

Wandel zur inklusiven Organisation

„Inklusion und Beteiligung als Chance in der Organisations- und Regionalentwicklung“

Wandel zur inklusiven Organisation

Im Folgenden stellen wir zunächst kurz dar, was wir unter „Inklusion“ und „Organisationsentwicklung“ verstehen. Im nächsten Schritt beschreiben wir die Bedeutung von Inklusion für Organisationen. Darauf aufbauend beschreiben wir (mögliche) Vorgehensweisen für einen Wandel zur inklusiven Organisation. Abschließend haben wir mit zwei Menschen über gelungene Beispiele inklusiver Organisationen gesprochen.

(mehr …)

Teams ohne (formale) Führung

Teams ohne (formale) Führung

Ein typisches Organisationsschema im gemeinnützigen Bereich: die Hierarchien sind flach oder formal nicht vorhanden, der Anspruch besteht gemeinsam zu entscheiden, möglichst alle sollen beteiligt sein – und dennoch soll der Laden laufen, jede_r wissen was zu tun ist, die Stimmung im Team gut sein.
Die Realität sieht meist anders aus: Mitarbeitende leiden unter unklaren Machtstrukturen, sind unsicher, weil nicht klar ist wer was entscheidet, es wird viel, viel geredet ohne dass verbindliche Entscheidungen das Vorankommen erleichtern. Konflikte können eskalieren… Beratung von außen soll helfen! Was sagt die Theorie zu sich selbstorganisierenden Gruppen und Organisationen? Lesen Sie hier … (Autorin: Barbara Thimm)

Schätze bergen

Schätze bergen

Alltag in Freien Alternativschulen

Nicola Kriesel hat zusammen mit Jan Kasiske ein Buch über Freie Alternativschulen geschrieben.

Dieses Buch bietet eine Zusammenstellung der 13 Schulportraits, die im unerzogen Magazin im Zeitraum von 2010 bis 2013 erschienen sind. Die Portraits bilden die Basis des Buches und werden von Beteiligten der Schulen kommentiert.

Diese kommentierten Portraits zeigen Grenzen und Möglichkeiten einer auf Selbstbestimmung und Gemeinschaft basierten Schulorganisation auf. Sie geben sowohl Einblicke in die alltäglichen Highlights und ermöglichten Bildungskarrieren, als auch in die Schwierigkeiten des Überlebens als so genannte „staatlich anerkannte Ersatzschulen in privater Trägerschaft“.

Im zweiten Teil des Buches gehen die Autor*innen auf zentrale Aspekte im Alltag der Schulen ein, dazu haben sie Gespräche geführt:

  • mit Ines Boban und Benjamin Schmutzer über Inklusion
  • mit Meta Sell und Fred Krüger über Sichere Orte
  • mit Prof. Ursula Tölle über Studium und Ausbildung.

Im letzten Kapitel beschreiben die Autoren die Chancen und Herausforderungen externer Beratung und Organisationsentwicklung. Dieses Kapitel gibt es hier zur Leseprobe: schaetze-bergen–vernetztes-denken

Dieses Buch ist besonders interessant für:

  • Eltern, die auf der Suche nach einer kindgemäßen und entwicklungsfreundlichen Schulperspektive für ihre Kinder sind,
  • Lehrer*innen, die ihr Können in einer repressionsarmen und emanzipatorischen Umgebung einbringen wollen, und
  • Kinder und Jugendliche, die lernen, dass ihre Interessen und Anliegen ernst genommen werden und sich selbst in den Strukturen ihrer Institution wieder finden.

„Schätze bergen – Alltag in Freien Alternativschulen“ ist aus dem Alltag für den Alltag geschrieben und weit mehr als ein Handbuch Freier Alternativschulen, da es sehr anschaulich belegt wie spannend, wertvoll und unerschöpflich die Welt dieser Schulen nicht nur für Beteiligte ist.

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