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SOCIUS liest: „Das Semco-System – Management ohne Manager – Das neue revolutionäre Führungsmodell“ von Ricardo Semler

SOCIUS liest: „Das Semco-System – Management ohne Manager – Das neue revolutionäre Führungsmodell“ von Ricardo Semler

(Original: Maverick: The Success Story Behind The World’s Most Unusual Workplace, 1993)

Fünfundzwanzig Jahre alt ist dieses Buch, das von einem neuen revolutionären Führungsmodell erzählt. In Zeiten in denen Frederic Laloux’s „Reinventing Organisations“ in vielen Organisationen als DAS Buch gehandelt wird und seine Good Practice Beispiele aller Orten Inhaber*innen, Führungskräfte und Mitarbeitende inspirieren, verschafft man sich nur schwer Gehör wenn man darauf hinweist, dass auch Laloux schon Vordenker*innen hatte, dass auch er inspiriert wurde und dass es lange bevor er Berater und Autor wurde, Menschen gab, die Arbeit und Organisationen anders gestalten wollten als es weithin üblich war.
Ricardo Semler ist einer von ihnen. Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts übernahm er in Brasilien die Firma Semco von seinem Vater. Ein traditionelles Unternehmen, das sich der Produktion von Schiffsschrauben und ähnlichem widmet. Große Fabriken mit vielen Arbeiter*innen an unterschiedlichen Standorten, internationale Handelsbeziehungen sind Alltag in der Führungsetage.
Ricardo Semler erzählt in dem 1993 erschienen Buch sehr persönlich wie er auf die Idee gekommen ist, sein Unternehmen zu verändern. Er schildert wie schwer es war Verbündete zu finden, wie viele Rückschritte und Verluste es gegeben hat, wie er angegriffen worden ist, für seine wahnsinnigen Ideen, das Management der Fabriken in die Hände jener zu geben die dort arbeiten.
Das Buch ist weder ein Management- noch ein Wirtschaftsbuch, sondern die spannende und menschliche Geschichte eines Unternehmers, der sein Unternehmen transformiert um mit einer revolutionär demokratischen Organisationsform humaner und produktiver zu werden.

 

Dieses Buch kann in der englischen Originalfassung von Maverick u.a. über den ecobookstore.de (der grüne Online-Buchhandel) bestellt werden. Das Suchergebnis finden Sie hier.

Dieses Buch hat Nicola Kriesel für Sie/ für Euch gelesen.

 

Bildungsnotiz: Schulentwicklungsbegleitung – ein Podcast

Bildungsnotiz: Schulentwicklungsbegleitung – ein Podcast

Schulen stehen immer wieder aufgrund interner oder externer Herausforderungen vor der Aufgabe, sich zu verändern und weiterzuentwickeln. Dabei können sie sich durchaus von Schulentwicklungsbegleiter_innen unterstützen lassen, die der Organisation und ihren Mitgliedern mit unvoreingenommenem Außenblick entscheidende Impulse geben und den Entwicklungsprozess methodisch gestalten können, ohne Lösungen vorzugeben. Denn letztlich zielt der Ansatz der Organisationsentwicklung auf eine Förderung der Menschen in der Organisation und die Begleiter_innen tragen lediglich Sorge für den Prozess und die Beteiligung aller: Lehrkräfte, weiteres pädagogisches Personal, Eltern, Schüler_innen.

Nicola Kriesel ist studierte Juristin, Mediatorin und Beraterin. Ihre besondere Leidenschaft gilt dabei der Begleitung von Bildungseinrichtungen. Sie hat viele Schulentwicklungsprozesse von Freien Alternativschulen und staatlichen Schulen begleitet. In dieser Bildungsnotiz gibt sie Einblicke in den Begleitungsprozess und entsprechende Methoden und Partizipationsmöglichkeiten für alle Organisationsmitglieder.

http://kreidestaub.net/podcast-blog/schulentwicklungsbegleitung

 

Wandel zur inklusiven Organisation

„Inklusion und Beteiligung als Chance in der Organisations- und Regionalentwicklung“

Wandel zur inklusiven Organisation

Im Folgenden stellen wir zunächst kurz dar, was wir unter „Inklusion“ und „Organisationsentwicklung“ verstehen. Im nächsten Schritt beschreiben wir die Bedeutung von Inklusion für Organisationen. Darauf aufbauend beschreiben wir (mögliche) Vorgehensweisen für einen Wandel zur inklusiven Organisation. Abschließend haben wir mit zwei Menschen über gelungene Beispiele inklusiver Organisationen gesprochen.

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Teams ohne (formale) Führung

Teams ohne (formale) Führung

Ein typisches Organisationsschema im gemeinnützigen Bereich: die Hierarchien sind flach oder formal nicht vorhanden, der Anspruch besteht gemeinsam zu entscheiden, möglichst alle sollen beteiligt sein – und dennoch soll der Laden laufen, jede_r wissen was zu tun ist, die Stimmung im Team gut sein.
Die Realität sieht meist anders aus: Mitarbeitende leiden unter unklaren Machtstrukturen, sind unsicher, weil nicht klar ist wer was entscheidet, es wird viel, viel geredet ohne dass verbindliche Entscheidungen das Vorankommen erleichtern. Konflikte können eskalieren… Beratung von außen soll helfen! Was sagt die Theorie zu sich selbstorganisierenden Gruppen und Organisationen? Lesen Sie hier … (Autorin: Barbara Thimm)

Schätze bergen

Schätze bergen

Alltag in Freien Alternativschulen

Nicola Kriesel hat zusammen mit Jan Kasiske ein Buch über Freie Alternativschulen geschrieben.

Dieses Buch bietet eine Zusammenstellung der 13 Schulportraits, die im unerzogen Magazin im Zeitraum von 2010 bis 2013 erschienen sind. Die Portraits bilden die Basis des Buches und werden von Beteiligten der Schulen kommentiert.

Diese kommentierten Portraits zeigen Grenzen und Möglichkeiten einer auf Selbstbestimmung und Gemeinschaft basierten Schulorganisation auf. Sie geben sowohl Einblicke in die alltäglichen Highlights und ermöglichten Bildungskarrieren, als auch in die Schwierigkeiten des Überlebens als so genannte „staatlich anerkannte Ersatzschulen in privater Trägerschaft“.

Im zweiten Teil des Buches gehen die Autor*innen auf zentrale Aspekte im Alltag der Schulen ein, dazu haben sie Gespräche geführt:

  • mit Ines Boban und Benjamin Schmutzer über Inklusion
  • mit Meta Sell und Fred Krüger über Sichere Orte
  • mit Prof. Ursula Tölle über Studium und Ausbildung.

Im letzten Kapitel beschreiben die Autoren die Chancen und Herausforderungen externer Beratung und Organisationsentwicklung. Dieses Kapitel gibt es hier zur Leseprobe: schaetze-bergen–vernetztes-denken

Dieses Buch ist besonders interessant für:

  • Eltern, die auf der Suche nach einer kindgemäßen und entwicklungsfreundlichen Schulperspektive für ihre Kinder sind,
  • Lehrer*innen, die ihr Können in einer repressionsarmen und emanzipatorischen Umgebung einbringen wollen, und
  • Kinder und Jugendliche, die lernen, dass ihre Interessen und Anliegen ernst genommen werden und sich selbst in den Strukturen ihrer Institution wieder finden.

„Schätze bergen – Alltag in Freien Alternativschulen“ ist aus dem Alltag für den Alltag geschrieben und weit mehr als ein Handbuch Freier Alternativschulen, da es sehr anschaulich belegt wie spannend, wertvoll und unerschöpflich die Welt dieser Schulen nicht nur für Beteiligte ist.