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SOCIUS Führungsakademie: Berufsbiographische Entwicklungen

SOCIUS Führungsakademie: Berufsbiographische Entwicklungen

Methodische Fortbildung & kollegiale Begleitung
für Selbständige & Mitarbeitende / Leitende in gemeinnützigen Organisationen:

Berufsbiographische Entwicklungen

Wir, Cornelia Spohn und Rudi Piwko, haben auf unsere jeweils drei Jahrzehnte Berufserfahrung als Geschäftsführende in gemeinnützigen Organisationen sowie Beratende zurückgeschaut und überlegt, was hätten wir uns selbst an manchen schwierigen Stellen unseres Berufslebens an Fortbildung oder Unterstützung gewünscht? Das Ergebnis unseres Nachdenkens wollen wir nun umsetzen: Eine Mischung aus fachlichen Impulsen, der Reflektion in einer vertrauter werdenden Gruppe und eine angeleitete Einübung von Methoden zur Lösung persönlicher Herausforderungen.

Eine stärkende Fortbildung
Die Fortbildung richtet sich an Menschen, die in gemeinnützigen Organisationen oder als Selbständige arbeiten und ihre persönliche berufliche Herausforderung über einen längeren Zeitraum methodisch angeleitet reflektieren möchten. Angesprochen sind alle, die sich in Umbruchsituationen, in beruflichen Übergängen oder Umorientierungen eine professionelle und kollegiale Unterstützung wünschen.

Jedes Modul bietet zum Einstieg als Fortbildung eine praktische Einführung in Vorgehensweisen der Organisationsentwicklung mit eigenen Übungen an. Den Schwerpunkt bildet dann die konkrete Arbeit an eigenen Praxisfällen oder auch berufsbiografischen Themen in der Gruppe, in der auch Methoden des Coaching angewandt werden. So hat jede/r Teilnehmende die Möglichkeit, die je eigenen Anliegen über 18 Monate kontinuierlich mit einer solidarisch unterstützenden Gruppe gemeinsam zu entwickeln.

Die Teilnehmenden erhalten so eine Fülle von Anregungen für sich und erfahren über einen längeren Zeitraum die Spezifik von beiden Rollen – beraten werden und selbst kollegial beraten. Unser Ziel ist es, eine Kombination von methodischen Impulsen und stärkender Begleitung anzubieten: Letztlich ein im besten Sinne am eigenen Erleben ausgerichtetes Lernen in der Gruppe.
Angedacht ist nach Abschluss der Fortbildung ein oder zwei jährliche Auffrischungstage für die Gruppe anzubieten.

 

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Die Kosten

Da in Umbruchsituationen oder im Übergang zur Selbständigkeit oft auch finanzielle Engpässe entstehen, haben wir eine soziale Preisgestaltung vorgesehen. Neben dem regulären Preis von 3.450 € für Organisationen gibt es den Preis von 2.950 € für private Selbstzahler und ein Kontingent für Menschen mit geringen Einkommen zum Preis von 2.450 €. Bei der Suche von preiswerten Unterkünften in Berlin und Frankfurt sind wir behilflich. Die Kosten für Unterkunft/Verpflegung in Südfrankreich belaufen sich auf ca. 60 € pro Tag und sind im genannten Preis nicht enthalten.

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Auf einen Blick

  • Sieben Module á 2 Tage in Berlin und Frankfurt a.M. alle 3 Monate über 1,5 Jahre.
  • Max. 12 Teilnehmende, methodische Vielfalt und Bearbeitung eigener Themen, durchgängig von Rudi Piwko und Cornelia Spohn begleitet.
  • Ein Doppelmodul im Mai 2020 in den Cevennen/Südfrankreich. Soziale Staffelung der Teilnahmegebühr.
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Termine und Orte

  • Jeweils Mittwoch 18.00 Uhr bis Freitag 17.00 Uhr in den Räumen von SOCIUS in Berlin Kreuzberg oder in den Räumen der Jugend- und Familienhilfe e.V. in Frankfurt Bornheim.
  • Wir werden abwechselnd in Frankfurt und Berlin arbeiten.
  • Das Doppelmodul findet in den Cevennen bei Montpellier in Südfrankreich statt. (www.seranne.org)
  • 2019: 15.-17. Mai (Berlin), 28.-30. August (Frankfurt), 27.-29. November (Berlin)
  • 2020: 12.-14. Februar (Frankfurt), 11.-15. Mai (St. Jean de Buèges), 26.-28. August (Berlin)

Rudi Piwko

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Als Berufseinstieg habe ich einen Verein zur Völkerverständigung aufgebaut und vor nun 20 Jahren die SOCIUS Organisationsberatung als gemeinnützige GmbH gegründet. Gelernt habe ich eine ganzheitliche Entwicklungsbegleitung (Trigon), aber geformt hat sich mein Beratungsstil vor allem in den vielen Beratungsprozessen mit gemeinnützigen Vereinen, Verbänden, oder Initiativen. Ich selbst beschäftige mich nach einer längeren Wanderauszeit damit, wie man Erfahrung sinnvoll weitergeben kann. Cornelia Spohn habe ich in einer intensiven Verbandsentwicklung schätzen gelernt und freue mich auf eine kongeniale gemeinsame Moderation. Ich bin inzwischen Großvater und lebe mit Frau, Hund, Katze und zwei Hühnern in Berlin – Charlottenburg.

 

Cornelia Spohn

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Fünf Jahre leben und arbeiten in Istanbul haben mir meine Grenzen gezeigt, aber auch, wie ich sie erweitern kann: eine Form kultureller Selbsterfahrung. Seitdem hat mich das Interesse an vielfältigen Perspektiven nicht mehr losgelassen. In den elf Jahren als Bundesgeschäftsführerin des Verbandes binationaler Familien lernte ich die Bedeutung von Führung, von Strukturen und Steuerung kennen. Ausbildung und Praxis als Supervisorin und Coach haben mein Verständnis von biografischen Prozessen in ihrem jeweiligen sozialen Kontext vertieft. Und so macht´s für mich die Mischung: Achtsam in Beziehung sein, einen hilfreichen Rahmen gestalten und auf sich selbst neugierig bleiben: „Sich irritiert zu fühlen ist der Anfang wahren Wissens“ sagt der libanesische Dichter Khalil Gibran.
Ich lebe mit meinem Mann und Hund in Frankfurt Dornbusch.

 

SOCIUS Seminar: Feministisch Führen

SOCIUS Seminar: Feministisch Führen

Ein Seminar nicht nur für Frauen

-mit Kerstin Engelhardt und Nicola Kriesel

Nicht nur in vielen Ländern Europas wird das gesellschaftliche Klima rauer; das Recht auf Selbstbestimmung, gleichberechtigte Teilhabe und Chancengleichheit von Frauen (und anderen – marginalisierten – Gruppen) ist bis in die politischen Führungsspitzen nicht selbstverständlich. Die seit vielen Jahren diskutierte „Gläserne Decke“ für Frauen in der Arbeitswelt wird angesichts dieser Entwicklungen vermutlich nicht durchlässiger werden.
Umso mehr ein Grund für Frauen und ihre Unterstützer_innen, selbstbewusst die eigenen Vorstellungen von einer chancengerechten und persönlichkeitsfördernden Arbeitswelt zu reflektieren und die eigenen Führungsqualitäten lust- und machtvoll in das eigene Arbeitsfeld einzubringen – bzw. den Raum dafür zu erobern.

Themen 
Besondere Aufmerksamkeit wollen wir dabei folgenden Punkten widmen:
– Führungserwartungen und eigene Biografie
– Was ist der Unterschied zwischen Postheroischer, Konsensorientierter und Feministischer Führung? Oder: Führungsstil – was soll das sein?
– „Ich als Führungskraft“ – Kompetenzen und Methoden, Strategien und Statements

 

 SOCIUS – sinnvoll zusammenwirken

Methoden
Im Seminar wird mit einem Methodenmix gearbeitet: inhaltliche Inputs, Übungen und (Selbst-)reflexionsphasen wechseln einander ab.

Mittwoch: 20. März 2019, 10.00-18.00 Uhr

Kosten: 180,00 € (20% Rabatt für die Frauen*, die sich zum Jahreskurs ab Mai anmelden)

 

SOCIUS Führungsakademie: Der Mann führt – und wie!?

SOCIUS Führungsakademie: Der Mann führt – und wie!?

SOCIUS Führungsakademie: Der Mann führt – und wie?

Leitende müssen ihren Führungsstil hinterfragen, prüfen was sie an wen von ihrer Führungsverantwortung delegieren können und nicht zuletzt Grenzen für sich und andere setzen. Aktuelle und persönliche Herausforderungen dieser Art wollen wir in einem exklusiv kleinen Kreis von 6-8 männlichen Führungskräften aus dem gemeinnützigen Bereich in jeweils eineinhalb Tagen und kontinuierlich aufeinander aufbauend bearbeiten.
Die persönliche Atmosphäre in der kleinen Gruppe ermöglicht eine effektive gegenseitige Unterstützung und individuelle Begleitung durch den Moderator und Impulsgeber. Es wird eine inhaltlich methodische Entwicklungsbegleitung im Austausch in der Gruppe angestrebt. Die Form selbst bietet auch ein Beispiel für die Unterstützung partizipativer Führung. Daneben sind in einer reinen Männergruppe die „männlichen Führungsspezifika“ leichter hinterfragbar.

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Der Ablauf

Donnerstag ab 10.30: Ankommen mit Kaffee/ Tee – Beginn um 11.30 Uhr: Kurze Einstimmung und anschl. Input des Moderators/Übung. Auswertung der Übung und nach dem gemeinsam Abendessen Kaminfeuergespräch. Ende gegen 20.30 Uhr.
Freitag ab 9 Uhr: Einstieg und anschließend sechs Fallbesprechungen (je 45 Min.) mit supervidierter Kollegialer Beratung. Dazwischen gemeinsames Mittagessen. Reflektion gegen 15.30 und Ende ca. 16.00 Uhr
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Teilnehmende

Diese Fortbildung richtet sich an max. 8 männliche Führungskräfte im gemeinnützigen Bereich, die gern ihr Führungshandeln reflektieren möchten und sich nicht scheuen auch die spezifisch männlichen Anteile zu betrachten.
Die Gruppe ist als kontinuierliche Entwicklungsbegleitung auf Dauer angelegt und entstand im Jahre 2017. Einzelne neue Teilnehmende sind willkommen. Interessenten melden sich bitte bei Rudi Piwko.
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Kosten

330,- Euro pro Termin, 660,- Euro insgesamt.
Der Betrag ist von der MwSt befreit.
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Termine in 2019

Do 7. März 10.30/11.30 bis Fr 8. März 16.00 Uhr Do 5. Sept. 10.30/11.30 Uhr bis Fr 6. Sept. 16.00 Uhr Die beiden Termine sind nur zusammen buchbar

Rudi Piwko

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Rudi Piwko geht es bei dieser kontinuierlichen Gruppe in erster Linie darum, durch solidarische Kollegialität die Einsamkeit an der Spitze aufzulösen. Dies gelingt am besten in einem kleinen Kreis, in dem das Vertrauen über die Zeit wächst. Die Spezifik, als Mann nur Männer in Führungsrollen zu begleiten, ist eine besonders wertvolle Chance. Dabei kann die Selbstreflektion auch das wertvoll Männliche in der Führungsrolle zu Tage fördern. Reflektiertes Selbstbewußstsein gedeiht so zur edlen Souverenität. Wenn´s gut geht…

Offene Supervisionsgruppe für Frauen in Führungspositionen

Offene Supervisionsgruppe für Frauen in Führungspositionen

Auch im Februar 2019 findet die Offene Supervisions-Gruppe für Frauen in Führungspositionen statt. Die offenen Treffen bieten die Möglichkeit in einem geschützten Rahmen:

_Unsicherheiten, Probleme, Unklarheiten zu besprechen
_Rückmeldungen und alternative Sichtweisen zu erhalten
_neue Handlungsoptionen zu entdecken
_sich mit anderen Frauen in vergleichbarer Position auszutauschen.

Das Ziel ist es, Frauen-Führungskräfte in ihren Funktionen und Aufgaben auf eine wertschätzend-reflexive Weise zu unterstützen – damit die Freude an der Arbeit erhalten bleibt und Potenziale für die Weiterentwicklung freigelegt werden können. Die Teilnehmerinnen bestimmen die Themen und Fälle, die bearbeitet werden sollen, selbst. Ich als Supervisorin stelle den Rahmen, meine Expertise sowie methodische Ideen zur Verfügung und führe durch die Treffen.

Der Rahmen

Die Treffen finden jeweils am letzten Dienstag im Monat statt.
Das nächste Treffen ist Dienstag, 26. Februar 2019
Zeit: 17.00 – 20.00 Uhr.
Ort: SOCIUS Organisationsberatung
Tempelhofer Ufer, 10963 Berlin
(Nähe U-Bahn Möckernbrücke).
Kosten:
pro Teilnahme pro Frau 60,- Euro.
Anmeldungen unter: engelhardt@socius.de

Zu meiner Person

Ich bin Historikerin und Evangelische Theologin (M.A.), SOCIUS-Teilhaberin und Vorständin der SOCIUS eG. Seit mehr als zehn Jahren arbeite ich mit großer Freude als Coach und Supervisorin.
Kerstin Engelhardt
030 – 40 30 10 226
engelhardt@socius.de
www.socius.de

ASH Seminar: Ich als Führungskraft

ASH Seminar: Ich als Führungskraft

Fortbildung „Ich als Führungskraft“: Kompetenzen, Rollen und Erwartungen

Herzliche Einladung zu unserer Fortbildung am 19. und 20. Februar 2019.

Die Erwartungen an eine Führungskraft in einer gemeinnützigen Organisation von Mitarbeitenden, Vorgesetzten, Kund*innen und/oder Geldgeber*innen inklusive der eigenen Erwartungen an sich selbst sind in der Regel hoch und erfahrungsgemäß zugleich sehr unterschiedlich. Ziel der Fortbildung ist es, diese Erwartungen und daraus resultierende Problemstellungen zu reflektieren, zu neuesten Forschungsergebnissen in Bezug zu setzen, neue Führungsinstrumente kennenzulernen und auf dieser Basis das eigene Handlungsrepertoire zu erweitern – um auf konstruktive Weise wirksam zu sein und um die eigene Freude an der Arbeit zu erhalten.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei folgenden Aspekten:

  • Erwartungen und Erwartungsmanagement
  • Führungsstil und eigene Biografie
  • Wechsel in der Hierarchie: Von dem/ der Mitarbeiter*in zur Führungskraft
  • Schlussfolgerungen für die Teamleitung.

Die Umsetzung erfolgt über inhaltliche Inputs und kleine Übungen auf der Reflexions- und Handlungsebene.

Die Fortbildung ist ein Angebot der Alice Salomon Hochschule (ASH).

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Auf einen Blick

Datum: Dienstag, 19. Februar, und Mittwoch, 20. Februar 2019, jeweils 10.00-18.00 Uhr

Ort: SOCIUS Organisationsberatung, Tempelhofer Ufer 21, 10963 Berlin

Teilnahmegebühr: 272,00 Euro

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Anmeldung

Sinnvoll zusammenwirken

ASH Seminar: Feministisch Führen

ASH Seminar: Feministisch Führen

Ein Seminar nicht nur für Frauen

-mit Kerstin Engelhardt und Nicola Kriesel

Nicht nur in vielen Ländern Europas wird das gesellschaftliche Klima rauer; das Recht auf Selbstbestimmung, gleichberechtigte Teilhabe und Chancengleichheit von Frauen (und anderen – marginalisierten – Gruppen) ist bis in die politischen Führungsspitzen nicht selbstverständlich. Die seit vielen Jahren diskutierte „Gläserne Decke“ für Frauen in der Arbeitswelt wird angesichts dieser Entwicklungen vermutlich nicht durchlässiger werden.
Umso mehr ein Grund für Frauen und ihre Unterstützer_innen, selbstbewusst die eigenen Vorstellungen von einer chancengerechten und persönlichkeitsfördernden Arbeitswelt zu reflektieren und die eigenen Führungsqualitäten lust- und machtvoll in das eigene Arbeitsfeld einzubringen – bzw. den Raum dafür zu erobern.

Themen 
Besondere Aufmerksamkeit wollen wir dabei folgenden Punkten widmen:
– Führungserwartungen und eigene Biografie
– Was ist der Unterschied zwischen Postheroischer, Konsensorientierter und Feministischer Führung? Oder: Führungsstil – was soll das sein?
– „Ich als Führungskraft“ – Kompetenzen und Methoden, Strategien und Statements

Methoden
Im Seminar wird mit einem Methodenmix gearbeitet: inhaltliche Inputs, Übungen und (Selbst-)reflexionsphasen wechseln einander ab.

Seminarzeiten Di/Mi: 16.10. bis 17.10.2018 (10.00-18.00 Uhr)

 SOCIUS – sinnvoll zusammenwirken

Seminarzeiten:
Di/Mi: 16.10. bis 17.10.2018 (10.00-18.00 Uhr

Ansprechpartner*in:
Karin Schwarz schwarz@ash-berlin.eu, Tel.: 030/99 245 – 331

Anmeldung:
https://www.ash-berlin.eu/weiterbildung/zentrum-fuer-weiterbildung/kurssuche/einzelansicht-kurs/?atyp=es&uid=130.17

ASH-Seminar: ICH als Führungskraft

ASH-Seminar: ICH als Führungskraft

Kompetenzen – Rollen – Erwartungen

-mit Kerstin Engelhardt und Nicola Kriesel

Führung und Leitung ist in gemeinnützigen Organisationen ein Thema, das viel diskutiert wird und immer wieder zu „Rüttelstrecken“ bei Leitungskräften und in Teams führt. Die Reflexion der eigenen Haltung und Werte, die zur Verfügung stehenden Kompetenzen (methodisch und als Persönlichkeit) sowie die umgebenden Rahmenbedingungen sind relevante Faktoren bei der Ausgestaltung einer Position als Führungskraft. Sie sollen in diesem Seminar besprochen und anhand von kleinen Übungen erprobt werden.

Themen
Besondere Aufmerksamkeit wollen wir dabei folgenden Punkten widmen:
– Darstellung von Führungsstilen
– Führungsstile und eigene Biografie
– Wechsel in der Hierarchie: von der Mitarbeiter_in zur Führungskraft
– Moderation und Teamleitung

Seminarzeiten Do/Fr: 19.10. bis 20.10.2017 (10.00-18.00 Uhr)
Ansprechpartner_in Karin Schwarz
schwarz@ash-berlin.eu
Tel.: 030/99 245 – 331

 SOCIUS – sinnvoll zusammenwirken

Seminarzeiten Do/Fr: 19.10. bis 20.10.2017 (10.00-18.00 Uhr)
Ansprechpartner_in Karin Schwarz
schwarz@ash-berlin.eu
Tel.: 030/99 245 – 331

Anmeldung: https://www.ash-berlin.eu/weiterbildung/zentrum-fuer-weiterbildung/kurssuche/einzelansicht-kurs/?atyp=es&uid=130.17

Lernwerkstatt: gOe! – gemeinnützige Organisationen entwickeln 2017

Lernwerkstatt: gOe! – gemeinnützige Organisationen entwickeln 2017

Eine Lernwerkstatt für interne Entwickler*innen und externe Prozessbegleiter*innen

Einblicke in die Praxis der Veränderung

Gemeinnützige Organisationen ticken anders und entwickeln sich speziell: Ihr Sinnüberschuss macht sie kulturell träge und zugleich energetisch reich; die typischen Anspruchskonflikte ihrer Bezugsgruppen hemmen sie, aber befeuern auch ihre Entwicklung; ihre häufige Unterernährung macht sie labil und zugleich erfinderisch…

SOCIUS bietet mit dieser Fortbildung Einblicke in die Begleitung von Veränderungsprozessen gemeinnütziger Strukturen. Fälle aus der Beratungspraxis werden vor dem Hintergrund von System- und Gestaltansätzen reflektiert und das Handwerkszeug der Prozessberatung wiederum auf den Arbeitskontext der Teilnehmenden bezogen.

Die drei Module der Fortbildung orientieren sich an den Gestaltungsfeldern (Organisations-)Kultur, Struktur und Strategie. Zu jedem Feld werden Diagnose- und Interventionsmöglichkeiten vorgestellt und anhand von Prozessverläufen und Fallarbeit kontextualisiert.

Die Fortbildung eignet sich für Menschen, die Organisationen von innen heraus als Leiter/innen oder „Change Agents“ verändern wollen und für externe Berater/innen, die ihr Handlungsrepertoire reflektieren und erweitern wollen. Dabei wird auch eine interne Netzwerkbildung gefördert. So bleiben oft Teilnehmer/innen aus den vorhergehenden Kursen untereinander noch in Kontakt. Nicht selten ergeben sich auch dauerhafte Arbeitskontakte im SOCIUS Umfeld.

Die Fortbildung wird von Nicola Kriesel und Andreas Knoth geleitet.

Andreas KnothAndreas Knoth

Jahrgang 1972, Diplom Psychologe, Master of Business Studies, Schwerpunkt Arbeits- und Organisationspsychologie.Bei SOCIUS seit 2003, seit 2007 Geschäftsführer. Langjährige Arbeitserfahrung bei gemeinnützigen Organisationen und Stiftungen in Deutschland, USA, Südost-Europa und Asien.

Nicola KrieselNicola Kriesel 

Jahrgang 1968, Juristin und Mediatorin. Seit 2005 arbeitet Nicola im Team von SOCIUS, seit 2009 ist sie Teilhaberin der gGmbH. Schwerpunkt in Teamentwicklung, Führungskräftecoaching und empathiebasierter Prozessbegleitung. Langjährige Arbeitserfahrung in und mit Bildungsorganisationen.

 Termine

  • Dienstag, 2. bis Donnerstag, 4. Mai 2017
  • Montag, 3. bis Mittwoch, 5. Juli 2017
  • Montag, 11. bis Mittwoch, 13. September 2017

Beginn am ersten Tag jeweils um 11.30 Uhr und Ende am dritten Tag um 15.30 Uhr.

 


Modul 1

Kultur – Mit dem Wesen der Organisation in Kontakt treten

* Kulturanalyse und Ansätze der Kulturentwicklung
* Gruppendynamik und Gruppenprozess-Analyse
* Organisationsdynamik / Entwicklungsphasen der Organisation
* Biografie-Arbeit als Werkzeug der Teamentwicklung
* Modell der Prozessbegleitung in der OE
* Einführung in den Ansatz der Gestaltberatung

Lässt sich Kultur managen? Wie wird ein lose Gruppe zum starken Team? Was passiert mit Organisationen, wenn ihre Pioniere aus der Mitte treten? (und was, wenn nicht?) Wie schlägt  sich die Entwicklung von Systemen in biografischen Entwicklungen nieder? In welchen Schritten läuft ein klassischer OE Prozess ab (wenn es einen gibt)? Was bedeutet der alte Gestalt-Satz: Kontakt ist Begegnung an der Grenze?

Modul 2

Struktur – Die Aufbau- und Ablauforganisation gestalten 

* Analyse formeller und informeller Strukturen anhand systemischer Visualisierungen
* Entwicklung effektiver Arbeits- und Koordinationsprozesse
* Lösungsorientierte Fragetechniken
* Rang und Rolle: Reflexion von Führungs- und Beratungsrollen
* Umgang mit Emotionen und Widerstand: Konfliktarbeit in Veränderungsprozessen
* Einführung in den Systemischen Beratungsansatz

Was tun, wenn formale und informelle Strukturen auseinanderklaffen? Welche Alternativen gibt es zur Prozessoptimierung? Wie werden gute Fragen zu hilfreichen Interventionen? Wie können Menschen in neuen Rollen und Anforderungen unterstützt werden? Auf welchen psychischen Boden fällt Veränderung? Was bedeutet es, Widerstand als Energiequelle zu nutzen? Und schließlich: Muss man als Systemiker wirklich immer distanziert sein?

zwischen den Modulen
Intervision…

… auch „kollegiale Beratung“ genannt, ist integraler Bestandteil der Fortbildung. Selbstverantwortlich organisieren je drei bis vier Teilnehmer/innen einen halben Tag gemeinsamer, strukturierter Beratung über die Veränderungsprozesse in den eigenen Organisationen und zu individuellen Fragestellungen.

Am Ende der Fortbildung hat jede/r Teilnehmer/in aus eigenem Erleben erfahren, welche Veränderungsgeschwindigkeit für die eigene Organisation und für ihn/sie selbst realistisch ist. Für den weiteren Entwicklungsprozess ist daneben ein nützlicher und übersichtlicher „Methodenkoffer“ gepackt, der zum Einsatz im Arbeitsprozess einlädt.

Modul 3

Strategie – Die Aushandlung von Visionen und Zielen begleiten

* Wirkungsorierung in der Strategiearbeit
* Wertschätzende Erkundung: der Appreciative Inquiry Ansatz
* Moderation von Entwicklungs- und Entscheidungsprozessen
*Collective Impact, Bündnis- und Netzwerkstrategien
* Einführung in die Idee von Emergenz und Selbstorganisation

Sollte man introvertierte Organisationen mit ihrer Umwelt konfrontieren? Was leistet eine Theory of Change? Was tun, wenn der Problemfokus das Problem ist? Wie funktioniert kollektive Kreativität? Wie bindet man den Sack zu, wenn alle Optionen auf dem Tisch liegen? Wie entstehen vertrauensvolle Beziehungen in Netzwerken? Lassen sich emergente Prozesse moderieren?

Seminarmethoden

Der ganze Mensch ist nötig.

Die Fortbildung findet in einer kleinen Gruppe von maximal 14 Teilnehmenden statt und lebt von der möglichst hohen Beteiligung der Einzelnen in Form von intensiver Fallarbeit. Ein Mix aus Impulsreferaten, Arbeitsgruppen, Rollen- und Planspielelementen sowie „bewegenden“ Übungen soll den Arbeitsprozess erleichtern.

Die Teilnehmenden sind eingeladen, die je eigenen Arbeitserfahrungen mit einzubringen.

Eingeladen zur Teilnahme…

… sind Interessierte, die ihre Fähigkeit verbessern möchten, in gemeinwohlorientierten Organisationen Veränderungen zu initiieren, Widerstände zu verstehen und entsprechende Entwicklungsprozesse zu begleiten. Die Teilnehmenden erhalten am Ende eine Bescheinigung mit Angabe der Lerninhalte.

Kontakt und Anmeldung

Wenn Sie Interesse an der Fortbildung haben, senden Sie uns bitte Ihre Kontaktdaten (und vielleicht einige Zeilen zu Ihrem Hintergrund?) an knoth@socius.de. In einem anschliessenden Telefonat können wir Ihre Fragen beantworten und bei beidseitig positiver Entscheidung wird die Teilnahme durch schriftliche Anmeldung verbindlich.

Ort

Akademie Haus Sonneck bei Naumburg /Saale. Die Akademie ist ein beschaulicher Ort in alten Fachwerkgebäuden an den Weinhängen direkt über dem Zusammenfluss von Saale & Unstrut, der einen inspirierenden Rahmen für diesen fachlichen und persönlichen Fortbildungsprozess bietet.

Preise

Die Kosten betragen € 1.600,-
Für Schnellentschlossene gilt bis zum 31.1.2017 der Frühbucherpreis: € 1.450,-

Kosten für Übernachtung und Verpflegung entstehen gesondert (ca. 550,- €).

Über SOCIUS

Diese Fortbildung basiert auf dem Erfahrungswissen aus den Beratungsprozessen, die die SOCIUS Berater/innen seit 1998 mit gemeinnützigen Organisationen durchgeführt haben. Zu den Kunden zählten große Dachverbände genauso wie kleine Initiativen, Stiftungen oder Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit, soziale Einrichtungen ebenso wie Bildungsinstitutionen oder Menschenrechtsgruppen. SOCIUS musste dabei oft komplexe Prozesse in sehr unterschiedlichen Settings bearbeiten. Im Ergebnis ist ein praxisnahes Vorgehen entstanden, das einfach und wirksam von den Akteuren verstanden und oft selbst angewendet werden kann. Dabei möchte  SOCIUS als gemeinnützige Organisation die erarbeiteten Ergebnisse für andere gemeinwohlorientierten Berater/innen und Strukturen nutzbar machen und veröffentlicht so z.B. seine  Arbeitsblätter als kostenfreie downloads: www.wissen.socius.de

Download Flyer
Führungsakademie – Teil 2: Führungswechsel

Führungsakademie – Teil 2: Führungswechsel

Praxisworkshops für Führungskräfte

Führungsstile, Übernahme und Übergabe von Führungsverantwortung, Grenzen für sich und andere setzen. Diese Herausforderungen wollen wir in einem exklusiv kleinen Kreis von acht männlichen Führungskräften aus dem gemeinnützigen Bereich in jeweils eineinhalb Tage bearbeiten.

Die persönliche Atmosphäre in der kleinen Gruppe ermöglicht eine effektive Unterstützung durch zwei Moderatoren und Impulsgeber. Es wird ein inhaltlich methodischer Fortbildungscharakter im Austausch in der Gruppe angestrebt. Die Form selbst bietet auch ein Beispiel für die Unterstützung partizipativer Führung. Daneben wird die genderhomogene Gruppe die „männlichen Führungsspezifika“ leichter hinterfragbar machen.

Ablauf

Donnerstag ab 14 Uhr: In Übungen am eigenen Tun das Thema in der Gruppe erforschen;
Donnerstagabend: Lounge mit Kaminfeuergesprächen
Freitag ab 9 Uhr: Inhaltlicher Impuls des Dozenten; anschließend Reflektion der persönlichen Erfahrungen und Übertragung in die eigene berufliche Realität.
Ende ca. 18 Uhr

Teilnehmende

Diese Fortbildung richtet sich an max. 8 männliche Führungskräfte im gemeinnützigen Bereich, die unter anderem auch gern die spezifisch männlichen Anteile in ihrem Führungshandeln reflektieren möchten.

Kosten

350 Euro pro Modul oder 900 Euro für alle drei Module.
Ort: Socius, Tempelhofer Ufer 21, Berlin.

Leitung

Methodisch konzeptioniert und in allen drei Modulen begleitet wird der Zyklus von Dr. Rudi Piwko.

Weiterführung

Für interessierte Teilnehmer besteht ein Angebot zur begleiteten Reflektion des eigenen Leitungshandelns im „Kollegialen Kreis“ im Oktober 2017 und März 2018 im gleichen Format, um die Nachhaltigkeit der Entwicklung zu stärken.

30.-31. März 2017
Leiten- partizipativ / dialogisch oder kräftig / klar?
Mit Nikolaus Lemberg, Geschäftsführer „Interessengemeinschaft e.V., und Rudi Piwko

Ein Führungsstil ist so individuell wie ein Fingerabdruck und wird durch Persönlichkeit genauso geprägt wie durch Anforderungen und Traditionen des Arbeitsumfeldes. Der individuelle Stil reift nicht nur durch Lebenserfahrung, sondern besonders auch in Auseinandersetzungen und durch Mißerfolge. Darüber offen zu sprechen ist selten Gelegenheit. An der Spitze wird die Luft für einen persönlichen Austausch von Lernerfahrungen recht dünn.

Am Donnerstag werden verschiedene Führungsstile durch Übungen z.T. in kleinen Gruppen von 3-4 Teilnehmern selbst erlebbar und besprechbar gemacht. Zusammen mit dem Kaminfeuerabend entsteht so der vertraute Rahmen um am nächsten Tag die wesentlichen Dinge anzuschauen. Am Freitag starten wir mit einer persönlichen Reflektion des Referenten die strukturelle Absicherung eines individuell gewachsenen Führungsstils in einer Organisation mit einer flachen Hierarchie und steilem Organisationsbedarf (Anleihen bei Frederic Laloux). Anschließend hat jede/r Teilnehmende eine methodisch angeleitete Möglichkeit in der Gruppe seine je eigene Situation aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Ziel ist es, im vertraulichen aber fachkundigen kollegialen Rahmen die eigene Praxis zu beleuchten und Anregungen für mögliche Entwicklungsoptionen zu erhalten.

27.-28. April 2017
Führungswechsel – organisch / unterstützend oder machthungrig / klammernd?
Mit Ralf Eilers, Verwaltungsleiter Evang. Akademie und Rudi Piwko

Kaum ein Geschehen in einer Organisation löst so viele Ängste und Reflexe aus, wie vollzogene, aktuelle oder erwartete Wechsel in der Leitung. Archaisch gesehen ist das verständlich, weil ein Ausscheiden des Gefolgsherren die Auflösung des Treuebundes und damit meist der Gemeinschaft bedeutete. Aber ist das noch zeitgemäß? Wann „droht“ ein Wechsel der Führung auch ein Macht- oder gar Kulturwechsel zu werden? Und warum? Gibt es einen adäquaten und organischen Umgang damit, etwa bei biologisch bedingten Generationswechseln?

Am Donnerstag werden die Übergänge zwischen verschiedenen möglichen Führungen durch Übungen persönlich erfahrbar gemacht. Brüche, Brücken und Geschwindigkeiten werden erkundet und die jeweilige persönliche Empfindung können Anhaltspunkte für die Reaktionen in der realen Berufswelt geben. Für das Ausloten der Übertragbarkeit der Metaphern ist beim Kaminfeuer Gelegenheit. Am Freitag wird als Impuls ein dreimaliger Führungswechsel in der persönlichen und organisationsinternen Wirkung einer wertegeleiteten Bildungsorganisation reflektiert und im Hinblick auf wirkmächtige Faktoren analysiert. Anschließend besteht die Gelegenheit für jeden Teilnehmer, seine eigene erlebte oder antizipierte Situation angeleitet darzustellen und aus verschiedenen Richtungen zu reflektieren. Ziel ist es, in einem vertraulich geschützten Rahmen neue Ansätze zu erforschen für den persönlichen Umgang mit Wechseln der Führung und Macht.

8.-9. Juni 2017
Grenzen – selbstdefiniert / fürsorglich oder trennend / umkämpft?
Mit Marek Spitczok von Brisinski, selbständiger Berater, und Rudi Piwko

Die Geschwindigkeit von technischen Innovationen steigt ebenso rasant wie die Anzahl und Komplexität der Vorgänge, die wir tagtäglich bewältigen und auslösen. Das „immer schneller und effektiver“ ist aber nicht alternativlos: Bewältigungsstrategien wie Achtsamkeit und Entschleunigung gewinnen an Bedeutung. Muss quantitative und qualitative Entwicklung ein Gegensatz sein? Gibt es bei dem Streben nach produktiver Wirksamkeit und ethisch verantwortbarer Menschlichkeit einen Zusammenhang zwischen der persönlichen Haltung der Mitarbeitenden und der Kultur der Organisation? Und was hat das mit dem Begriff „Grenzen“ zu tun?
Am Donnerstag werden verschiedene Wahrnehmensübungen das Erleben der persönlichen Reaktion auf Geschwindigkeit, Innovationen und Herausforderungen / Überforderungen besprechbar machen. In sommerlichen Balkon und Sofa-Lounge Gesprächen am Abend kann dies noch vertieft werden. Am Freitag wird ein Impuls die Bedeutung von einem klaren persönlichen Umgang mit Grenzverletzungen und Krisen in Organisationen schildern und welche Rolle Kommunikation und Haltung der einzelnen dabei für eine gesunde Grenzziehung und Neuorientierung haben. Anschließend wird Gelegenheit für jeden Teilnehmer sein, die Metapher von Grenze und Kontakt als Teil des eigenen Führungshandelns angeleitet reflektieren zu können. Ziel ist es, damit Anregungen zu schaffen, persönliche „Grenz-Erfahrungen“ in der Führungsposition positiv für sich, Mitarbeitende und die Organisation zu nutzen.

Download Flyer

Team:

Rudi PiwkoRudi Piwko, Jg 1960, als Slavist im Aufbau des Deutsch Russischen Austausches e.V. noch völkerverbindend aktiv, gründete er vor knapp zwanzig Jahren die socius Organisationsberatung als gemeinnützige GmbH. Der Herausforderung eigene Erfahrungen anderen nutzbringend zur Verfügung zu stellen, versucht er mit diesem Führungsakademie-Format gerecht zu werden.

Nikolaus LembergNikolaus Lemberg, Jg 1976, nach dem Theaterwissenschaftsstudium in Toronto beruflich in Journalismus und Beratung tätig und ehrenamtlich im Rat der Stiftung „Schüler Helfen Leben“ in Berlin. Seit 10 Jahren als Geschäftsführer in einem Sozialunternehmen mit 80 Mitarbeitenden auf dem Weg zu Vereinbarkeit von Arbeit, Leben und Führung.

Ralf EilersRalf Eilers, Jg 1954, als Geschäftsführer der Gesellschaft für bedrohte Völker voller Ideale gestartet und als Verwaltungsleiter der Evangelischen Akademie dann mit Hilfe einer Ausbildung als Gestaltberater diese Ideale seit einem Vierteljahrhundert im Feldversuch administrativ umsetzend.

Marek Spitczok von BrisinskiMarek Spitczok von Brisinski, auf drei Kontinenten groß geworden; hat als stellvertretender Geschäftsführer des „HILFE-FÜR-JUNGS e.V.“ und Therapeut mit männlichen Opfern sexualisierter Gewalt gearbeitet.Er ist heute Berater mit eigener Praxis für positive Veränderung und ist u.a. als Beauftragter zu Fragen der sexuellen Gewalt für den Jesuitenorden in Deutschland tätig.

Führungsakademie: Der Mann führt – und wie!? Teil 1: Leiten- partizipativ / dialogisch oder kräftig / klar?

Führungsakademie: Der Mann führt – und wie!? Teil 1: Leiten- partizipativ / dialogisch oder kräftig / klar?

Praxisworkshops für Führungskräfte

Führungsstile, Übernahme und Übergabe von Führungsverantwortung, Grenzen für sich und andere setzen. Diese Herausforderungen wollen wir in einem exklusiv kleinen Kreis von acht männlichen Führungskräften aus dem gemeinnützigen Bereich in jeweils eineinhalb Tage bearbeiten.

Die persönliche Atmosphäre in der kleinen Gruppe ermöglicht eine effektive Unterstützung durch zwei Moderatoren und Impulsgeber. Es wird ein inhaltlich methodischer Fortbildungscharakter im Austausch in der Gruppe angestrebt. Die Form selbst bietet auch ein Beispiel für die Unterstützung partizipativer Führung. Daneben wird die genderhomogene Gruppe die „männlichen Führungsspezifika“ leichter hinterfragbar machen.

Ablauf

Donnerstag ab 14 Uhr: In Übungen am eigenen Tun das Thema in der Gruppe erforschen;
Donnerstagabend: Lounge mit Kaminfeuergesprächen
Freitag ab 9 Uhr: Inhaltlicher Impuls des Dozenten; anschließend Reflektion der persönlichen Erfahrungen und Übertragung in die eigene berufliche Realität.
Ende ca. 18 Uhr

Teilnehmende

Diese Fortbildung richtet sich an max. 8 männliche Führungskräfte im gemeinnützigen Bereich, die unter anderem auch gern die spezifisch männlichen Anteile in ihrem Führungshandeln reflektieren möchten.

Kosten

350 Euro pro Modul oder 900 Euro für alle drei Module.
Ort: Socius, Tempelhofer Ufer 21, Berlin.

Leitung

Methodisch konzeptioniert und in allen drei Modulen begleitet wird der Zyklus von Dr. Rudi Piwko.

Weiterführung

Für interessierte Teilnehmer besteht ein Angebot zur begleiteten Reflektion des eigenen Leitungshandelns im „Kollegialen Kreis“ im Oktober 2017 und März 2018 im gleichen Format, um die Nachhaltigkeit der Entwicklung zu stärken.

30.-31. März 2017
Leiten- partizipativ / dialogisch oder kräftig / klar?
Mit Nikolaus Lemberg, Geschäftsführer „Interessengemeinschaft e.V., und Rudi Piwko

Ein Führungsstil ist so individuell wie ein Fingerabdruck und wird durch Persönlichkeit genauso geprägt wie durch Anforderungen und Traditionen des Arbeitsumfeldes. Der individuelle Stil reift nicht nur durch Lebenserfahrung, sondern besonders auch in Auseinandersetzungen und durch Mißerfolge. Darüber offen zu sprechen ist selten Gelegenheit. An der Spitze wird die Luft für einen persönlichen Austausch von Lernerfahrungen recht dünn.

Am Donnerstag werden verschiedene Führungsstile durch Übungen z.T. in kleinen Gruppen von 3-4 Teilnehmern selbst erlebbar und besprechbar gemacht. Zusammen mit dem Kaminfeuerabend entsteht so der vertraute Rahmen um am nächsten Tag die wesentlichen Dinge anzuschauen. Am Freitag starten wir mit einer persönlichen Reflektion des Referenten die strukturelle Absicherung eines individuell gewachsenen Führungsstils in einer Organisation mit einer flachen Hierarchie und steilem Organisationsbedarf (Anleihen bei Frederic Laloux). Anschließend hat jede/r Teilnehmende eine methodisch angeleitete Möglichkeit in der Gruppe seine je eigene Situation aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Ziel ist es, im vertraulichen aber fachkundigen kollegialen Rahmen die eigene Praxis zu beleuchten und Anregungen für mögliche Entwicklungsoptionen zu erhalten.

27.-28. April 2017
Führungswechsel – organisch / unterstützend oder machthungrig / klammernd?
Mit Ralf Eilers, Verwaltungsleiter Evang. Akademie und Rudi Piwko

Kaum ein Geschehen in einer Organisation löst so viele Ängste und Reflexe aus, wie vollzogene, aktuelle oder erwartete Wechsel in der Leitung. Archaisch gesehen ist das verständlich, weil ein Ausscheiden des Gefolgsherren die Auflösung des Treuebundes und damit meist der Gemeinschaft bedeutete. Aber ist das noch zeitgemäß? Wann „droht“ ein Wechsel der Führung auch ein Macht- oder gar Kulturwechsel zu werden? Und warum? Gibt es einen adäquaten und organischen Umgang damit, etwa bei biologisch bedingten Generationswechseln?

Am Donnerstag werden die Übergänge zwischen verschiedenen möglichen Führungen durch Übungen persönlich erfahrbar gemacht. Brüche, Brücken und Geschwindigkeiten werden erkundet und die jeweilige persönliche Empfindung können Anhaltspunkte für die Reaktionen in der realen Berufswelt geben. Für das Ausloten der Übertragbarkeit der Metaphern ist beim Kaminfeuer Gelegenheit. Am Freitag wird als Impuls ein dreimaliger Führungswechsel in der persönlichen und organisationsinternen Wirkung einer wertegeleiteten Bildungsorganisation reflektiert und im Hinblick auf wirkmächtige Faktoren analysiert. Anschließend besteht die Gelegenheit für jeden Teilnehmer, seine eigene erlebte oder antizipierte Situation angeleitet darzustellen und aus verschiedenen Richtungen zu reflektieren. Ziel ist es, in einem vertraulich geschützten Rahmen neue Ansätze zu erforschen für den persönlichen Umgang mit Wechseln der Führung und Macht.

8.-9. Juni 2017
Grenzen – selbstdefiniert / fürsorglich oder trennend / umkämpft?
Mit Marek Spitczok von Brisinski, selbständiger Berater, und Rudi Piwko

Die Geschwindigkeit von technischen Innovationen steigt ebenso rasant wie die Anzahl und Komplexität der Vorgänge, die wir tagtäglich bewältigen und auslösen. Das „immer schneller und effektiver“ ist aber nicht alternativlos: Bewältigungsstrategien wie Achtsamkeit und Entschleunigung gewinnen an Bedeutung. Muss quantitative und qualitative Entwicklung ein Gegensatz sein? Gibt es bei dem Streben nach produktiver Wirksamkeit und ethisch verantwortbarer Menschlichkeit einen Zusammenhang zwischen der persönlichen Haltung der Mitarbeitenden und der Kultur der Organisation? Und was hat das mit dem Begriff „Grenzen“ zu tun?
Am Donnerstag werden verschiedene Wahrnehmensübungen das Erleben der persönlichen Reaktion auf Geschwindigkeit, Innovationen und Herausforderungen / Überforderungen besprechbar machen. In sommerlichen Balkon und Sofa-Lounge Gesprächen am Abend kann dies noch vertieft werden. Am Freitag wird ein Impuls die Bedeutung von einem klaren persönlichen Umgang mit Grenzverletzungen und Krisen in Organisationen schildern und welche Rolle Kommunikation und Haltung der einzelnen dabei für eine gesunde Grenzziehung und Neuorientierung haben. Anschließend wird Gelegenheit für jeden Teilnehmer sein, die Metapher von Grenze und Kontakt als Teil des eigenen Führungshandelns angeleitet reflektieren zu können. Ziel ist es, damit Anregungen zu schaffen, persönliche „Grenz-Erfahrungen“ in der Führungsposition positiv für sich, Mitarbeitende und die Organisation zu nutzen.

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Team:

Rudi PiwkoRudi Piwko, Jg 1960, als Slavist im Aufbau des Deutsch Russischen Austausches e.V. noch völkerverbindend aktiv, gründete er vor knapp zwanzig Jahren die socius Organisationsberatung als gemeinnützige GmbH. Der Herausforderung eigene Erfahrungen anderen nutzbringend zur Verfügung zu stellen, versucht er mit diesem Führungsakademie-Format gerecht zu werden.

Nikolaus LembergNikolaus Lemberg, Jg 1976, nach dem Theaterwissenschaftsstudium in Toronto beruflich in Journalismus und Beratung tätig und ehrenamtlich im Rat der Stiftung „Schüler Helfen Leben“ in Berlin. Seit 10 Jahren als Geschäftsführer in einem Sozialunternehmen mit 80 Mitarbeitenden auf dem Weg zu Vereinbarkeit von Arbeit, Leben und Führung.

Ralf EilersRalf Eilers, Jg 1954, als Geschäftsführer der Gesellschaft für bedrohte Völker voller Ideale gestartet und als Verwaltungsleiter der Evangelischen Akademie dann mit Hilfe einer Ausbildung als Gestaltberater diese Ideale seit einem Vierteljahrhundert im Feldversuch administrativ umsetzend.

Marek Spitczok von BrisinskiMarek Spitczok von Brisinski, auf drei Kontinenten groß geworden; hat als stellvertretender Geschäftsführer des „HILFE-FÜR-JUNGS e.V.“ und Therapeut mit männlichen Opfern sexualisierter Gewalt gearbeitet.Er ist heute Berater mit eigener Praxis für positive Veränderung und ist u.a. als Beauftragter zu Fragen der sexuellen Gewalt für den Jesuitenorden in Deutschland tätig.

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